von lif 05.06.2026 15:29 Uhr

Südtirols Redetalente glänzen bei Bundesfinale in Wien

Fünf Finalisten des Südtiroler Jugendredewettbewerbs haben sich beim Bundesjugendredewettbewerb in Wien mit der Konkurrenz aus ganz Österreich gemessen. Alle fünf erreichten in ihren Kategorien den vierten Platz.

Bundesredewettbewerb vom 1. bis 3. Juni in Wien: Alle Erst- bis Drittplatzierten aller Kategorien (Foto: LPA/Bundeskanzleramt Wien/Valentin Brauneis)

Vom 1. bis 3. Juni nahmen 66 Schüler am 73. Bundesjugendredewettbewerb im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau teil. Die fünf Südtiroler Finalisten wurden am 14. und 15. April ermittelt. Begleitet wurden sie von Anita Demetz vom Landesamt für Jugendarbeit, berichtet das LPA.

Die fünf Südtiroler Beiträge

Anna Klara Perkmann von der Mittelschule Latsch sprach zum Thema „Zu Gast am Berg: wie wir zu besseren Gästen werden“. Sie thematisierte den Übertourismus in den Bergen, den Respekt vor Tieren und Pflanzen sowie ökologische Bildung als festen Bestandteil im Lehrplan und gab Tipps, wie man Touristen für einen respektvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren kann. In der Kategorie Klassische Rede – 8. Schulstufe erreichte sie den vierten Platz.

Esther Vegrini vom Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen widmete sich dem Thema „YOLO“ (You only live once). Ihre Rede war ein Aufruf zu Achtsamkeit: den Moment zu schätzen, Chancen zu nutzen, aber auch Risiken bewusst abzuwägen und Fehler zu akzeptieren. In der Kategorie Klassische Rede – Berufsschule kam sie auf den vierten Platz.

Sophia Pfitscher vom Oberschulzentrum Schlanders hielt ihre Rede zum Thema „Wenn Helfer zu Opfern werden“. Mit persönlichem Bezug beleuchtete sie Gewalt gegen Rettungskräfte. Von Beleidigungen und Drohungen bis hin zu behinderten Einsätzen und unterstrich die Bedeutung von Respekt und Dankbarkeit gegenüber den meist freiwilligen Helfern. Sie erntete viel Applaus und landete in der Kategorie Klassische Rede – Oberstufe auf dem vierten Platz.

Felix Oberhollenzer vom Oberschulzentrum Sand in Taufers überzeugte mit einer sprachlich anspruchsvollen Darbietung zum Thema „Der Code der Welt“. Er inszenierte ein zeitkritisches Gedicht, das er für den Junior Ingeborg Bachmann Literaturpreis eingereicht hatte und mit dem er es in die engere Auswahl geschafft hat. In der Kategorie Sprachrohr belegte er den vierten Platz.

Maximilian Gasser vom Klassischen Gymnasium Franziskaner in Bozen trat in der Kategorie Spontanrede an, bei der die Frage erst vor Ort ausgelost wird. Zum Thema „Freizeitstress: Widerspruch oder Realität?“ sprach er über die Bedeutung von Freizeit und Sport und ermutigte Jugendliche, die für sie passende Sportart zu finden. Auch er erreichte den vierten Platz.

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