von lif 05.06.2026 14:17 Uhr

Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen und Meran gestartet

In Bozen und Meran haben zwei neue Gemeinschaftskrankenhäuser ihren Betrieb aufgenommen. Sie sollen die Lücke zwischen dem Aufenthalt im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause schließen und sind damit ein weiterer Baustein der wohnortnahen Gesundheitsversorgung.

Bild: APA/dpa

Die beiden Einrichtungen arbeiten parallel zu den sieben Gemeinschaftshäusern, die bereits Ende Mai und Anfang Juni gestartet sind. Gedacht sind sie für Menschen, die vorübergehend Pflege und Betreuung brauchen, berichtet das LPA in einer Aussendung. „Mit den Gemeinschaftskrankenhäusern schließen wir eine wichtige Lücke zwischen der Akutversorgung im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Patienten erhielten hier die nötige Unterstützung für eine Übergangsphase, ohne dafür ein Akutbett zu belegen. Gemeinsam mit den Gemeinschaftshäusern werde so die wohnortnahe Versorgung gestärkt und die Vernetzung der Gesundheitsdienste verbessert.

Aufnahme nur über ärztliche Zuweisung

Gemeinschaftskrankenhäuser sind keine Krankenhäuser im herkömmlichen Sinn und auch keine direkte Anlaufstelle für die Bevölkerung. Aufgenommen werden Patienten ausschließlich auf ärztliche Zuweisung, wie zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn bei Menschen, die zu Hause betreut werden, vorübergehend eine medizinische Betreuung erforderlich ist. Kernstück der Einrichtungen sind die sogenannten Intermediärbetten. Sie sind für Patienten gedacht, die klinisch stabil sind und kein Akutbett mehr benötigen, deren Zustand aber weiterhin pflegerische Betreuung und medizinische Begleitung erfordert. Versorgt werden sie vorwiegend von Pflegefachkräften, die von Ärzten unterstützt werden.

Drei Neubauten bis 2028

Die neuen Einrichtungen sind Teil der Neuordnung der wohnortnahen Gesundheitsbetreuung und mit den übrigen Gesundheitsdiensten vernetzt. Ziel ist es, die Versorgung stärker an den Bedürfnissen der Patienten auszurichten, Behandlungswege besser zu koordinieren und Gesundheitsleistungen verstärkt wohnortnah anzubieten.

Landesweit sind bis 2028 insgesamt drei Gemeinschaftskrankenhäuser in Meran, Bozen und Neumarkt geplant. Die nun eröffneten Strukturen in Bozen und Meran sind zunächst Übergangslösungen: In Bozen ist das Gemeinschaftskrankenhaus vorübergehend im W-Gebäude des Landeskrankenhauses in Moritzing untergebracht, in Meran in den Räumen der ehemaligen Rehabilitationsabteilung. Beide Standorte werden bis zur Fertigstellung der Neubauten genutzt. Die Eröffnung des Neubaus in Meran ist für 2027 vorgesehen, jene in Bozen und Neumarkt für 2028.

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