Volle Züge, kein Platz fürs Rad

Am Freitag mussten in Bozen Bahnreisende mit ihren Fahrrädern zurückbleiben, weil in den Regionalzügen schlicht die Stellplätze fehlten. Für das Team K kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Seit Jahren weise man auf die steigende Nachfrage durch den Radtourismus und die wachsende Bedeutung des Radfahrens für die einheimische Bevölkerung hin, ohne dass die Kapazitäten ausreichend angepasst worden seien. „Solche Vorfälle zeigen einmal mehr ein strukturelles Problem, auf das wir seit Langem aufmerksam machen“, erklärt der Team-K-Landtagsabgeordnete, Alex Ploner. Das Wachstum im Radtourismus und die zunehmende Nutzung des Fahrrads im Alltag hätten längst eine entsprechende Planung von Infrastruktur und öffentlichem Verkehr erfordert. „Stattdessen geraten jetzt immer öfter jene ins Hintertreffen, die auf den Zug angewiesen sind.“
Zwar sei in den vergangenen Jahren verstärkt in nachhaltige Mobilität und Radtourismus investiert worden, doch beim Bahnangebot zeige sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Realität. Überfüllte Züge, zurückgelassene Reisende und fehlende Transportmöglichkeiten für Fahrräder machten deutlich, dass das System an seine Grenzen stoße, so das Team K in einer Aussendung. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Pendler, Schüler sowie die einheimische Bevölkerung die Folgen unzureichender Planung tragen müssen“, so Ploner. Der öffentliche Verkehr dürfe nicht zur Nebensache werden, während gleichzeitig der Tourismus weiter forciert werde.
Forderung an die Landesregierung
Vor diesem Hintergrund fordert das Team K konkrete Antworten von der Landesregierung, insbesondere von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, wie den absehbaren Engpässen begegnet werden soll. „Wir brauchen Klarheit über die tatsächlichen Kapazitäten, über die Ursachen der aktuellen Probleme und über die Verantwortlichkeiten“, betont Ploner. Wer nachhaltige Mobilität ernst meine, müsse sicherstellen, dass das System auch in Zeiten hoher Nachfrage funktioniere. Es dürfe nicht sein, dass steigende Touristenzahlen zu einer Verschlechterung des öffentlichen Verkehrs für die eigene Bevölkerung führten.






