von ih 05.06.2026 08:36 Uhr

Bewährungsstrafe für türkischen Raser in Berlin

Ein 28-jähriger Mann ist in Berlin wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls nach den Feierlichkeiten zur Fußball-Europameisterschaft 2024 zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs und der Fahrerflucht schuldig.

Symbolfoto UT24

Der Unfall ereignete sich am Abend des 26. Juni 2024 nach dem EM-Sieg der Türkei gegen Tschechien. Laut Gericht war der Türke mit einem geliehenen Mercedes-AMG mit rund 100 km/h durch die Berliner Innenstadt unterwegs – erlaubt waren 50 km/h.

An einer Kreuzung erfasste er einen 67-jährigen Fußgänger, der die Straße überquerte. Das Opfer wurde mehr als 20 Meter durch die Luft geschleudert und starb an den Folgen des Aufpralls. Nach dem Unfall fuhr der Türke zunächst davon. Rund eine Stunde später stellte er sich gemeinsam mit seinem Vater der Polizei.

Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte reumütig und sprach von einem Fehler. Mehrere Zeugen schilderten jedoch, dass er vor dem Unfall stark beschleunigt und seinen Motor aufheulen lassen habe.

Ein Gutachter kam zum Schluss, dass der Fahrer bei Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung rechtzeitig vor dem Fußgänger hätte anhalten können. Zusätzlich zur Bewährungsstrafe wurde dem 28-Jährigen die Fahrerlaubnis für zweieinhalb Jahre entzogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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