Führungskräfte des Landes diskutieren über Zukunft Südtirols

Generaldirektor Alexander Steiner betonte in seiner Begrüßung die Verantwortung der Entscheidungsträger: „Die Zukunft wird in jedem Fall stattfinden. Deshalb gilt es, alles daranzusetzen, dass unsere Führungskräfte sie mit ihren Entscheidungen bestmöglich gestalten können.“
Im Mittelpunkt standen Vorträge zweier renommierter Experten. Der Südtiroler Soziologe und Politikwissenschaftler Roland Benedikter, Co-Leiter des Center for Advanced Studies bei Eurac Research, sprach über die wachsende Bedeutung von Zukunftsfragen in einer zunehmend komplexen Welt. Er verwies auf zentrale globale Herausforderungen wie die Klimakrise, internationale Konflikte, den Einfluss digitaler Technologien, soziale Ungleichheiten, den demografischen Wandel, die Gesundheitsversorgung und die Geschlechterkluft. Zugleich regte er dazu an, über eine eigene „Zukunftsethik“ für Südtirol nachzudenken.
Die Mailänder Designforscherin Manuela Celi stellte das Konzept der „Futureback Leadership“ vor. Dabei wird nicht von aktuellen Problemen ausgegangen, sondern von einer gewünschten Zukunft, von der aus rückwärts geplant wird. Dieser Ansatz könne laut Celi auch für die öffentliche Verwaltung hilfreich sein, um Entscheidungen in der Gegenwart gezielt an langfristigen Zielen auszurichten.
Organisiert wurde das Forum vom Amt für Personalentwicklung der Südtiroler Landesverwaltung. Ziel der Veranstaltung war es, Führungskräfte für die Herausforderungen kommender Jahre zu sensibilisieren und neue Denkansätze für die Gestaltung der Zukunft aufzuzeigen.






