von ih 04.06.2026 13:54 Uhr

Südtiroler Jugendring (SJR) fordert spürbaren Bürokratieabbau

Zur Halbzeit der laufenden Legislaturperiode zieht der Südtiroler Jugendring (SJR) Bilanz und fordert entschlossene Maßnahmen zum Abbau bürokratischer Hürden für Kinder- und Jugendorganisationen. Zwar seien in einigen Bereichen Fortschritte erzielt worden, etwa beim Bausparen und bei Schutzkonzepten, dennoch bestehe weiterhin großer Handlungsbedarf.

Katja Oberrauch - Foto: Südtiroler Jugendring

SJR-Vorsitzende Katja Oberrauch verweist insbesondere auf die Themen psychische Gesundheit sowie Integration und Inklusion junger Menschen mit Beeinträchtigung. Besonders kritisch sieht der Jugendring jedoch die zunehmende Bürokratie, die ehrenamtliches Engagement immer unattraktiver mache.

„Immer weniger junge Menschen müssen immer mehr ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Das ist langfristig nicht tragbar“, warnt Oberrauch. Der steigende Verwaltungsaufwand erschwere die eigentliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und gefährde auf Dauer das Vereinsleben vor Ort.

Der SJR fordert daher, die verbleibende Zeit der Legislaturperiode für eine deutliche Vereinfachung der Verwaltungsabläufe zu nutzen. Jede Stunde, die Ehrenamtliche mit Bürokratie verbringen, fehle letztlich in der direkten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

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