Illegale Bordelle in Innsbruck: Fünf Anzeigen

Seit Jänner 2026 ermittelt das Landeskriminalamt Tirol gegen die Betreiberinnen von zwei Massagestudios in Innsbruck. Im Fokus stehen zwei bulgarische Frauen im Alter von 42 und 48 Jahren, die laut Ermittlern eines der Studios als illegales Bordell betrieben haben sollen. Sie stehen im Verdacht, Frauen aus dem Ausland nach Innsbruck gebracht und einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus der Prostitution einbehalten zu haben.
In die Ermittlungen eingebunden sind außerdem ein 80-jähriger Österreicher und ein 65-jähriger Spanier. Die beiden Männer sollen im Auftrag der Verdächtigen Frauen im Ausland angeworben und an die illegalen Bordelle vermittelt haben.
Auch gegen eine 75-jährige Österreicherin wird ermittelt. Sie soll ein weiteres Massagestudio als illegales Bordell geführt und den dort tätigen Sexarbeiterinnen einen großen Teil ihres Verdienstes abgenommen haben.
Zwölf Frauen angezeigt
Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Beamte des Landeskriminalamts Tirol gemeinsam mit Kräften der Polizei Innsbruck, des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl sowie der Finanzpolizei mehrere Objekte im Stadtgebiet. Dabei wurden zahlreiche Gegenstände und Unterlagen sichergestellt, die den Tatverdacht laut Polizei untermauern sollen.
Insgesamt wurden zwölf Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren aus Afrika, Südamerika und Europa wegen der Ausübung illegaler Prostitution angezeigt. Einige von ihnen wurden von den Ermittlern zugleich als mögliche Opfer von Zuhälterei befragt.
Gegen die beiden Bulgarinnen, die 75-jährige Österreicherin sowie die beiden mutmaßlichen Vermittler aus Österreich und Spanien wird nun wegen des Verdachts der Zuhälterei ermittelt. Alle Beschuldigten wurden auf freiem Fuß angezeigt. Eines der beiden betroffenen Massagestudios ist bereits behördlich geschlossen worden.






