Pamer diskutiert in Kaltern über Herausforderungen der Demenz

Der Film verdeutlichte auf eindrucksvolle Weise, dass Menschen mit Demenz trotz ihrer Erkrankung vor allem als individuelle Persönlichkeiten mit eigener Lebensgeschichte, Gefühlen und Bedürfnissen wahrgenommen werden müssen. Im Zentrum stand die Frage, wie Würde, Menschlichkeit und gesellschaftliche Teilhabe für Betroffene auch im Alltag erhalten bleiben können.
Im Anschluss an die Vorführung diskutierten Fachleute und politische Vertreter über die Herausforderungen, die mit der steigenden Zahl von Demenzerkrankungen verbunden sind. Landesrätin Rosmarie Pamer (SVP) beleuchtete die sozialpolitischen Aspekte des Themas und verwies auf die Notwendigkeit entsprechender struktureller Maßnahmen.
Medizinische Einblicke gab der aus Kaltern stammende Neurologe, Geriater und Intensivmediziner Klaus Seppi. Er erläuterte aktuelle Erkenntnisse zur Erkrankung, deren Verlauf sowie die Herausforderungen in der Versorgung und Pflege von Betroffenen. Die Sichtweise von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen brachte Ulrich Seitz in die Diskussion ein. Die Moderation übernahm Gabriele Morandell.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher beteiligten sich mit persönlichen Wortmeldungen und Erfahrungsberichten. Dabei wurde deutlich, wie viele Familien im Alltag direkt oder indirekt von Demenz betroffen sind und welche Belastungen damit verbunden sein können.
Der Abend machte deutlich, dass Demenz nicht nur eine medizinische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Einigkeit herrschte darüber, dass weitere gemeinsame Anstrengungen notwendig sind, um menschenwürdige Rahmenbedingungen für Betroffene und ihre Angehörigen zu schaffen – sowohl in den Pflegeeinrichtungen als auch bei der Betreuung zu Hause.






