Handelskammer schult Unternehmen

Das von der Europäischen Kommission unterstützte Projekt richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen. „Es soll das Vertrauen der Kunden in ihre Angebote stärken und rechtliche Auseinandersetzungen reduzieren. Besonders Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung oder Zugang zu Schulungen erhalten durch diese Initiative wichtiges Grundlagenwissen zu EU-Regelungen“, erklärt Eleonora Chiappini, Direktorin des Amtes für Umwelt- und Wettbewerbsschutz der Handelskammer Bozen.
Greenwashing und Reparaturrecht im Programm
Neben klassischen Inhalten wie unlauteren Geschäftspraktiken und der außergerichtlichen Streitbeilegung kamen heuer auch neue Themen dazu. Ein eigenes Modul widmete sich den Rechten und Vorschriften in digitalen Märkten, ebenso wurden aktuelle Entwicklungen im Verbraucherrecht beleuchtet, wie Greenwashing oder das neue Reparaturrecht.
Gemeinsam mit der Freien Universität Bozen wurde die Schulung heuer erstmals als eigenständiger Kurs im Rahmen der „life-long-learning“-Initiative angeboten. Besonderes Merkmal: Universitätsdozenten gingen neben den Basismodulen gezielt auf Themen des Verbraucherrechts ein, praxisnahe Übungen sollten den Wissenstransfer nachhaltig stärken. Die Schulung fand an fünf Terminen zwischen Mitte April und Mitte Mai 2026 statt, jede Einheit umfasste sechs Stunden. Ergänzend bot das WIFI der Handelskammer Bozen ein neunstündiges Online-Webinar an drei Terminen an. Wer die Schulung abschließt, erhält ein Teilnahmezertifikat und kann sich anschließend als Trainer akkreditieren lassen, um das Erlernte selbst weiterzuvermitteln.
Auch die VZS als Partner
Mit dabei war auch die Verbraucherzentrale Südtirol, die jährlich mehr als 40.000 Verbraucher durch Information, Beratung und Interessenvertretung unterstützt. Sie ist auf nationaler Ebene als Verbraucherorganisation anerkannt und in Italien und Europa verbandsklageberechtigt.






