von ih 29.05.2026 19:27 Uhr

Steinschlagschutzgalerie in der Latschander wird ausgebaut

Die Südtiroler Landesregierung hat grünes Licht für eine umfangreiche Anpassung des Projekts zur Errichtung einer Steinschlagschutzgalerie entlang der Stilfserjochstraße (SS38) in der Latschander gegeben. Das Bauvorhaben soll die Verkehrssicherheit auf einem besonders gefährdeten Abschnitt der wichtigen Vinschger Verkehrsachse deutlich erhöhen. Die veranschlagten Kosten steigen dadurch auf rund 14,58 Millionen Euro.

Foto: LPA/Amt für Straßenbau West

Betroffen ist der Straßenabschnitt zwischen Kilometer 175,7 und 176,0 im Gemeindegebiet von Kastelbell-Tschars. Im Zuge vertiefter geologischer und geotechnischer Untersuchungen wurde deutlich, dass die ursprünglich geplanten Schutzmaßnahmen nicht ausreichen, um den aktuellen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Detaillierte Steinschlagsimulationen machten eine Überarbeitung des Projekts notwendig.

Die Schutzgalerie wird nun mit einer Länge von rund 338 Metern errichtet und damit um 88 Meter länger als ursprünglich vorgesehen. Zusätzlich wird im Bereich des Ostportals ein weiterer Steinschlagschutzdamm gebaut. Auch die Konstruktion der Galerie selbst wird verstärkt: Eine größere Überdeckung soll künftig deutlich höhere Aufprallenergien von herabstürzenden Felsmassen aufnehmen können.

Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider (SVP) bezeichnete die Maßnahme als wichtigen Schritt zur Risikovorsorge. „Die Sicherheit auf unseren Straßen beginnt mit Prävention. Auf einem derart exponierten Abschnitt können wir nicht warten, bis aus einem Risiko ein Notfall wird“, erklärte Alfreider. Die SS38 sei eine zentrale Verbindung für den gesamten Vinschgau. Ziel des Projekts sei es, Verkehrsteilnehmer besser zu schützen und gleichzeitig das Risiko von Straßensperren sowie Beeinträchtigungen für Bevölkerung, Unternehmen und öffentliche Dienste zu reduzieren.

Damit die wichtige Verkehrsverbindung während der Bauarbeiten möglichst uneingeschränkt nutzbar bleibt, ist eine zweispurige Umleitung auf der Talseite der künftigen Galerie vorgesehen. Dadurch sollen Baustellenverkehr und regulärer Straßenverkehr weitgehend voneinander getrennt werden.

Das Projekt ist Teil des Landesprogramms für Straßenbauarbeiten der Jahre 2026 bis 2028. Mit dem nun gefassten Beschluss wurden die technischen Anpassungen sowie der aktualisierte Kostenrahmen genehmigt. Die eigentliche Zweckbindung der finanziellen Mittel erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge der jeweiligen Vergabeverfahren.

Mit dem Ausbau der Schutzmaßnahmen setzt das Land Südtirol auf eine langfristige Sicherung der Verkehrswege in einem Gebiet, das immer wieder von Naturgefahren betroffen ist.

Die Investition soll dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur zu stärken und die Verlässlichkeit der Verbindung durch den Vinschgau dauerhaft zu gewährleisten.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite