Kritik an Regenbogen-Beflaggung in Südtirol

Traditionelle Werte geraten in den Hintergrund
Freiheitlichen-Obmann Roland Stauder erklärt, öffentliche Gebäude gehörten allen Bürgern und sollten daher keine politischen oder ideologischen Botschaften vermitteln. Institutionen hätten die Aufgabe, ihre Dienste unabhängig von persönlichen Überzeugungen oder Weltanschauungen anzubieten und dürften sich nicht mit bestimmten Bewegungen identifizieren.
Nach Ansicht der Freiheitlichen trägt die zunehmende Symbolpolitik rund um den Pride-Monat nicht zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass Teile der Bevölkerung ausgegrenzt würden. Die Partei von Landesrätin Ulli Mair argumentiert, dass traditionelle Werte und Mehrheitspositionen zunehmend in den Hintergrund rückten, während einzelnen Interessengruppen besondere öffentliche Aufmerksamkeit zukomme.
Südtirol-Fahne für Beflaggung ausreichend
Gleichzeitig betonen die Freiheitlichen, dass jeder Mensch Anspruch auf Respekt und Gleichbehandlung habe. Dies rechtfertige jedoch aus ihrer Sicht nicht, dass öffentliche Einrichtungen durch die Verwendung der Regenbogenfahne Stellung beziehen. Als Symbol für alle Bürger sei die Südtirol-Flagge ausreichend und integrativ.
Parteiobmann Roland Stauder fordert daher, öffentliche Gebäude künftig ausschließlich mit offiziellen Fahnen zu beflaggen und auf die Verwendung der Regenbogenfahne im Rahmen des Pride-Monats zu verzichten. Die politische Neutralität staatlicher und öffentlicher Institutionen müsse gewahrt bleiben, so die Freiheitlichen abschließend.






