Dieses Land gilt als offiziell rauchfrei

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Bericht des schwedischen Zentralverbands für Alkohol- und Drogeninformation (CAN) für das Jahr 2025. Die Entwicklung ist beachtlich, denn während 2003 noch 16 Prozent der Schweden täglich rauchten, sind es heute nur noch 4,8 Prozent.
Wie ist das gelungen?
„Der erste und vielleicht sogar wichtigste Punkt bestand darin, die Zugänglichkeit zu erschweren. Es ist schwieriger und teurer geworden, wenn man rauchen will“, erklärt CAN-Sprecher Mats Ramstedt. Tatsächlich wurde die Tabaksteuer mehrfach angehoben und Zigaretten sind heute rund 45 Prozent teurer als 2003. Eine Schachtel kostet inzwischen umgerechnet etwa sechs bis sieben Euro.
Zudem werden Zigaretten zwar in Supermärkten, Kiosken und Tankstellen angeboten, sind für die Kunden aber nicht sichtbar und man muss gezielt danach fragen. Hinzu kommen umfassende Rauchverbote. In Restaurants ist das Qualmen auch auf Außenterrassen, in Biergärten und sogar vor den Eingängen untersagt. Verboten ist es zudem auf Spiel- und Sportplätzen, an Bahnhöfen, Bushaltestellen und bei den meisten großen Musikveranstaltungen. Zigarettenwerbung gibt es ebenfalls keine.
Rauchfrei, aber nicht nikotinfrei
Ganz aus dem Alltag verschwunden ist das Nikotin allerdings nicht. Zwar rauchen nur noch wenige täglich, doch rund 30 Prozent der 18.000 Befragten greifen „hin und wieder“ zur Zigarette, vor allem auf Partys. Gleichzeitig steigt der Konsum von „Snus“, dem Oraltabak, der hinter die Lippe oder in die Wange gelegt wird. Nutzten 2003 erst zehn Prozent regelmäßig Snus, sind es 2025 bereits 22 Prozent. Besonders beliebt ist der Tabak in Säckchen bei jungen Leuten: 32 Prozent der 17- bis 29-Jährigen „snusen“ regelmäßig.






