von ih 28.05.2026 16:43 Uhr

Südtirols Zivilschutz bereitet sich auf Brennersperre vor

Wegen der Totalsperre des Brennerpasses am kommenden Samstag, 30. Mai, hat das Land Südtirol umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Landeshauptmann Arno Kompatscher setzte am Mittwoch die Landesleitstelle ein, die im Falle besonderer Gefahrenlagen oder zivilschutzrelevanter Ereignisse die zentrale Koordination übernimmt.

Foto: LPA/Fabio Brucculeri

„Die Landesleitstelle sorgt dafür, dass Einsatzkräfte, Behörden und Organisationen schnell und abgestimmt handeln können“, erklärte Kompatscher bei der Auftaktsitzung. Ziel sei es, die Auswirkungen der Sperre bestmöglich zu bewältigen und die Bevölkerung zu schützen. Der Landeshauptmann bedankte sich zugleich bei allen Beteiligten für die bisher geleistete Vorbereitungsarbeit.

Auch aus Sicht des Bevölkerungsschutzes gilt die Brennersperre als bedeutendes Ereignis. Klaus Unterweger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, verwies auf die möglichen Auswirkungen auf den Verkehr und die damit verbundenen Herausforderungen. Deshalb habe die Bewertungskonferenz bereits am 26. Mai beschlossen, den Zivilschutzstatus von der normalen Lage „Zero“ auf die Aufmerksamkeitsstufe „Alfa“ anzuheben.

„Damit sollen alle beteiligten Stellen sensibilisiert und in erhöhte Aufmerksamkeit versetzt werden, um gegebenenfalls rasch reagieren zu können“, so Unterweger. Die Aufmerksamkeitsstufe gilt für das gesamte Landesgebiet.

In der Landesleitstelle arbeiten Vertreter des Regierungskommissariats, der Landesnotrufzentrale, des Landesfeuerwehrverbands, der Berufsfeuerwehr, des Straßendienstes, des Forstdienstes sowie des Amtes für Zivilschutz zusammen.

Zusätzlich wird am Samstag im Zivilschutzzentrum an der Drususallee das Landeslagezentrum eingerichtet. Dort soll auch die Verkehrsleitzentrale „Centro Operativo Viabilità“ (COV) arbeiten, die eng mit der staatlichen Koordinierungsstelle „Viabilità Italia“ zusammenarbeitet.

Um auf mögliche Verkehrsprobleme vorbereitet zu sein, erhöht das Land außerdem die Zahl der Mitarbeitenden in der Landesverkehrsmeldezentrale. Auch die Freiwilligenorganisationen des Zivilschutzes – darunter Freiwillige Feuerwehren, Weißes Kreuz und Rotes Kreuz – stehen in erhöhter Alarmbereitschaft.

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