von ih 28.05.2026 17:01 Uhr

„Inflation frisst Renten auf“

Die steigende Inflation setzt Südtirols Rentnern immer stärker zu. Darauf macht die Soziale Mitte in der SVP aufmerksam. Vorsitzende Gabi Morandell warnt vor einem zunehmenden Kaufkraftverlust älterer Menschen und fordert Verbesserungen bei der gesetzlichen Anpassung der Renten an die Teuerung.

Gabi Morandell (Bild: SVP)

„Südtirol hat hohe Lebenskosten, Italiens Rentenniveau ist niedrig“, erklärt Gabi Morandell. Schon in der Vergangenheit hätten Pensionisten deshalb zu den besonders armutsgefährdeten Bevölkerungsgruppen gezählt. Die anhaltende Inflation verschärfe diese Situation nun zusätzlich deutlich.

Kritik übt die Vorsitzende der Sozialen Mitte in der SVP vor allem am derzeitigen System der Inflationsanpassung. Dieses schütze viele Menschen nicht ausreichend vor dem Wertverlust ihrer Renten. Insbesondere mittlere Pensionen würden nur teilweise an die Inflation angepasst. Dadurch verliere ein großer Teil der älteren Bevölkerung Jahr für Jahr an Kaufkraft.

Mit Parlamentariern in Kontakt

Besonders betroffen sei laut Morandell der Mittelstand. „Das waren und sind jene Menschen, die während ihres gesamten Arbeitslebens für einen großen Teil des Steueraufkommens gesorgt haben“, betont sie. Viele von ihnen seien heute „zu reich für soziale Unterstützungsleistungen, aber zu arm für ein Leben mit Würde und Selbstbestimmung im Alter“.

Die Soziale Mitte der SVP fordert daher, bei künftigen Anpassungen nicht nur die Mindestrenten stärker zu berücksichtigen, sondern vor allem auch Pensionen im mittleren Segment besser vor der Inflation zu schützen.

Nach Angaben Morandells steht die Soziale Mitte bereits mit den Parlamentariern der SVP in Kontakt, um mögliche Spielräume für Verbesserungen auf staatlicher Ebene auszuloten.

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