„Bevölkerung schützen statt Transit schönreden!“

Kritik an Kompatscher, Lob für Mattle
Die drei STF- und FPÖ-Politiker betonen ihre Solidarität mit der Bevölkerung entlang der Brennerroute – sowohl auf Nordtiroler als auch auf Südtiroler Seite. Die Anrainer seien seit Jahren massiv von Lärm, Abgasen, Staus und gesundheitlichen Belastungen betroffen.
Kritik äußerten die Abgeordneten insbesondere an Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher. Während Nord- und Osttirols Landeshauptmann Anton Mattle Verständnis für die Proteste der Bevölkerung zeige, werfe man Kompatscher vor, sich gegen die Demonstration zu stellen und die Sorgen der Bürger nicht ernst genug zu nehmen.
Deutliche Erhöhung von Lkw-Maut gefordert
„Nicht der Protest der Bürger ist das Problem, sondern der immer weiter anwachsende Transitverkehr“, erklären Knoll, Rabensteiner und Kofler. Wer die Blockade kritisiere, ohne gleichzeitig wirksame Maßnahmen gegen den Transitdruck zu fordern, verkenne die eigentliche Ursache der Situation.
Nach Ansicht der Demonstranten werde die Interessenlage entlang der Brennerachse seit Jahren zugunsten der Frächter und des internationalen Warenverkehrs entschieden. Ein erheblicher Teil des Schwerverkehrs nutze die Brennerroute vor allem deshalb, weil sie wirtschaftlich besonders attraktiv sei.
Die Abgeordneten von Süd-Tiroler Freiheit und FPÖ Tirol fordern deshalb eine deutliche Erhöhung der Lkw-Maut, strengere Maßnahmen gegen den sogenannten Umwegtransit sowie eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.
Ein notwendiges Signal
Sowohl die FPÖ im Tiroler Landtag als auch die Süd-Tiroler Freiheit im Südtiroler Landtag hätten in den vergangenen Jahren mehrfach Anträge und Initiativen zur Entlastung der Brennerroute eingebracht. Laut den Abgeordneten seien jedoch bisher kaum konkrete Verbesserungen erzielt worden. Besonders seit der Corona-Pandemie habe sich die Situation entlang der Transitachse weiter verschärft.
Die Demonstration am Brenner sehen die Organisatoren deshalb als notwendiges Signal. Nachdem politische Gespräche und Forderungen bislang wenig Wirkung gezeigt hätten, müsse der Protest direkt dort stattfinden, wo die Belastungen täglich spürbar seien.
Abschließend forderten die beteiligten Politiker erneut, den Schutz der Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik zu stellen. Lebensqualität und Gesundheit der Menschen entlang der Brennerroute müssten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen des Transitverkehrs haben.






