von lif 27.05.2026 07:52 Uhr

So sollten Sie am 30. Mai trotz Brenner-Sperre durchkommen

Am kommenden Samstag, den 30. Mai, ist auf der Brennersüdseite mit massiven Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Wegen der bereits belammten Großdemonstration hat das Regierungskommissariat in Bozen gemeinsam mit den Provinzen Trient und Verona weitreichende Maßnahmen erlassen.

Foto: Strenge Kontrollen am Brenner (Symbolbild)

Am 30. Mai gilt von 7 bis 20 Uhr ein Fahrverbot für schwere Nutzfahrzeuge über 7,5 Tonnen auf allen Strecken in Südtirol. Auf der Brennerautobahn (A22) in Richtung Norden dürfen Lkw somit nicht fahren. Das Verbot gilt zudem auf den Staatsstraßen SS49 (Pustertal), SS38 (Vinschgau) und SS40 (Reschen) sowie auf dem übrigen Landesstraßennetz, berichtet verkehrsinfos.it.

Ausgenommen sind Transporte zur Rollenden Landstraße (Ro.La) mit gültigem Ticket für diesen Tag sowie Transporte von Tieren, Treibstoffen und leicht verderblichen Lebensmitteln (mit Begleitdokument DDT, Ziel darf nicht der Brenner sein). Lkw, die bereits unterwegs sind, müssen am Autohof SA.DO.BRE in Sterzing oder auf zugewiesenen Rastplätzen abgestellt werden.

Komplette Sperre der A22 und Zwangsausfahrt

Zwischen 10.30 und 20 Uhr bzw. bis die Sperre aufgehoben wird, ist die A22 von der Mautstelle Sterzing bis zur Staatsgrenze am Brennerpass für den gesamten Verkehr gesperrt. Alle Fahrzeuge in Richtung Norden müssen die Autobahn bei Sterzing verlassen.

Sollte die Ausfahrt Sterzing überlastet sein, wird der Verkehr über die Südspur zur nächsten geeigneten Ausfahrt zurückgeleitet, bis hin nach Vahrn, Bozen oder sogar Trient. Auch die verpflichtende Ausfahrt wird dann schrittweise nach Süden verlegt. Um zu verhindern, dass die Dörfer im Stau versinken, kann die Polizei zudem die SS12 Brennerstaatsstraße in Richtung Norden sperren. Dort wäre dann nur noch lokaler Verkehr erlaubt. Dasselbe gilt bei Bedarf für Abschnitte der SS49 sowie der SS38/SS40.

Welche Ausweichrouten gibt es?

Als offizielle Ausweichroute gilt die Route „CORVETTE“, die über die deutsche Bundesautobahn A8, die Tauernautobahn A10 und die Autobahn A23/A4 führt, informiert verkehrsinfos. Von einem Ausweichen über dem Reschenpass, das Pustertal oder über hochalpine Passstraßen wie das Timmelsjoch wird hingegen dringend abgeraten, denn auf all diesen Strecken ist mit hohem bis extremem Staurisiko zu rechnen. Gerade Passstraßen auf über 2.000 Metern sind eng, kurvenreich und für größere Fahrzeuge oder Anhängergespanne ungeeignet. Wer kann, sollte Südtirol und den Brenner großräumig umfahren.

Tipps fürs Wochenende

Für Ausflüge empfiehlt es sich, möglichst auf das Auto zu verzichten und stattdessen auf schienengebundene Öffis oder das Rad umzusteigen. Vor allem im Vinschgau, im Pustertal und über das Timmelsjoch ist mit großen Behinderungen zu rechnen. Schon kleine Problemzonen wie Engstellen, Baustellen oder Pannen können dort für lange Staus sorgen.

Eine Alternative kann es sein, die An- oder Abreise sowie die Brennerüberquerung in die Nachtstunden zu verlegen. Am 29., 30. und 31. Mai ist die Luegbrücke täglich zweispurig geöffnet; bei hohem Aufkommen dürften die Spuren wie schon zu Pfingsten auch nachts offen bleiben.

Wer auf den Zug umsteigen möchte, sollte laut verkehrsinfos.it rechtzeitig reservieren: Die Railjets der ÖBB über den Brenner sind am 30. Mai bereits sehr stark bis vollständig ausgelastet. Laut ÖBB ist eine Mitfahrt nur mit Sitzplatzreservierung garantiert. Auch bei den Südtiroler Regionalzügen kann es zu vollen Zügen und Überlastungen kommen.

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