von ih 26.05.2026 09:23 Uhr

Südtirol und Welschtirol verstärken Zusammenarbeit für mehr Arbeitssicherheit

Die Zahl der Arbeitsunfälle in Südtirol und Welschtirol soll künftig deutlich gesenkt werden: Das Land Südtirol und die Provinz Trient haben dazu ein gemeinsames Einvernehmensprotokoll zur Arbeitssicherheit unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, Prävention, Kontrolle und Sensibilisierung im Bereich Sicherheit am Arbeitsplatz enger aufeinander abzustimmen.

Achille Spinelli (links), der Welschtiroler Assessor für Wirtschaftsentwicklung und Arbeit, sowie Südtirols Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof einigten sich auf eine intensive Zusammenarbeit in Sachen Arbeitssicherheit. - Foto: LPA

Unterzeichnet wurde das Abkommen von Südtirols Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof und dem Welschtiroler Wirtschafts- und Arbeitsassessor Achille Spinelli. Die Südtiroler Landesregierung hatte das Protokoll bereits am 22. Mai genehmigt.

Im Mittelpunkt stehen künftig gemeinsame Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Geplant sind regelmäßige Koordinierungstreffen, technische Arbeitsgruppen sowie ein intensiver Austausch von Fachwissen. Auch gemeinsame Sensibilisierungs- und Informationskampagnen sollen durchgeführt werden.

„Sicherheit am Arbeitsplatz erfordert den beständigen Einsatz aller Beteiligten“, betonte Landesrätin Amhof. Regeln und Kontrollen allein würden nicht ausreichen. Vielmehr müsse das Bewusstsein für Arbeitssicherheit dauerhaft gestärkt werden – durch Weiterbildung, Prävention und kontinuierliche Aufklärung.

Auch Assessor Spinelli unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung. Arbeitssicherheit sei nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern ein grundlegender Wert, der von der Ausbildung bis zur Organisation der Arbeit reichen müsse. Mit dem neuen Abkommen wolle man den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärken und gleichzeitig eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördern.

Wie Petra Piffer erklärte, hat das Protokoll eine Laufzeit von drei Jahren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen insbesondere schwere und tödliche Arbeitsunfälle deutlich reduziert werden. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf dem Schutz vulnerabler Beschäftigtengruppen.

Konkret sind halbjährliche Koordinierungstreffen sowie eine technische Arbeitsgruppe vorgesehen, die mindestens dreimal pro Jahr zusammentritt. Darüber hinaus wollen beide Provinzen ihre Präventionspläne besser abstimmen und bei der Digitalisierung der Inspektionsverfahren enger kooperieren. Auch der Zugang zu nationalen Datenbanken und Portalen soll verbessert werden, um die Arbeit der Kontrollorgane effizienter zu gestalten.

Mit der neuen Partnerschaft setzen Südtirol und Welschtirol ein gemeinsames Zeichen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz – und für eine stärkere Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite