von lif 25.05.2026 14:54 Uhr

„Chaos-Nacht“ bei Pfingstparty in Lignano

Die große Pfingstparty „Tutto Gas“ in Lignano ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag von zwei dramatischen Vorfällen überschattet worden. Zwei junge Österreicher wurden dabei schwer verletzt.

Bild: APA

Bereits am Nachmittag sorgte ein tragischer Unfall für Erschütterung: Laut Krone stürzte ein Partygast aus Österreich bei einem Supermarkt von einer Rampe in die Tiefe einer Tiefgaragen-Einfahrt. Er zog sich dabei so schwere Kopfverletzungen zu, dass er mit dem Hubschrauber ins Spital nach Udine geflogen werden musste.

Stunden später, mitten im Trubel an der „Piazza della Fontana“, folgte der nächste Schreckmoment. Feiernde entdeckten einen blutüberströmten jungen Mann nahe dem Eingang einer Hotelanlage. Der Blutspur nach dürfte er von einem Balkon gestürzt und sich anschließend bis zum Eingang geschleppt haben, wo er schließlich bewusstlos zusammenbrach. Der junge Österreicher war nicht ansprechbar, die Ermittlungen zum genauen Hergang laufen noch.

Aggressive Stimmung und zahlreiche Schlägereien

Auch abseits der beiden Unfälle hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Nach tage- und nächtelangem Feiern sei die Stimmung sehr aufgeheizt und teils aggressiv gewesen, berichtet der im Einsatz befindliche Revierinspektor gegenüber der Krone. Es kam zu zahlreichen Schlägereien, mitunter legten sich die stark alkoholisierten Gäste sogar mit den Beamten an.

Der Alkoholpegel sei rund um die Uhr hoch gewesen, die Sanitäter pendelten regelrecht zwischen Stadt und Notaufnahme, die zwischenzeitlich sogar überbelegt gewesen sein soll. Für zusätzliche Gefahr sorgten Feiernde, die von Hotelbalkonen Glasflaschen in die Tiefe warfen.

Diebesbanden und „Aktion scharf“

Wie befürchtet trieben im Partytrubel auch organisierte Diebesbanden ihr Unwesen, die es bei den betrunkenen Gästen leicht hatten. Laut Polizei gab es zahlreiche Meldungen über gestohlene Brieftaschen und Handys. Ruhiger dürfte es zum Abschluss nicht werden: Für den Abreisetag haben die italienischen Behörden auf den Ausfahrtsstrecken eine „Aktion scharf“ angekündigt.

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