von mmh 22.05.2026 10:45 Uhr

Süd-Tiroler Freiheit fordert Rehabilitierung der „Puschtra Buibm“

Zum Jahrestag des Vorfalls am Pfitscherjoch wird an ein Ereignis vom 23. Mai 1966 erinnert, das bis heute politisch und historisch umstritten ist. Damals starb der Finanzpolizist Bruno Bolognesi laut offizieller italienischer Darstellung bei einem Sprengstoffanschlag. Der Vorfall wurde den sogenannten „Puschtra Buibm“ zugeschrieben. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert nun erneut deren Rehabilitierung durch Italien.

(Bild: STF)

Streit um Darstellung des Vorfalls von 1966

Bolognesi sei durch eine rund 50 Kilogramm schwere Sprengladung beim Öffnen des Pfitscherjoch-Hauses ums Leben gekommen. Als Täter wurden damals Sepp Forer, Heinrich Oberlechner, Siegfried Steger und Heinrich Oberleiter genannt.

Die Bewegung betont jedoch, dass diese Zuordnung aus ihrer Sicht unzutreffend sei. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen des Militärhistorikers Dr. Hubert Speckner sowie Gutachten von Sprengstoffexperten würden laut Süd-Tiroler Freiheit darauf hindeuten, dass die italienische Darstellung nicht zutreffe. Vielmehr sei der Vorfall am 23. Mai 1966 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so geschehen, wie es offiziell dargestellt werde. Es handle sich demnach nicht um ein Attentat, sondern sehr wahrscheinlich um eine Gasexplosion. Aus einem Unglück sei laut Darstellung der Bewegung ein Anschlag konstruiert worden.

Forderung nach Rehabilitierung

Die Süd-Tiroler Freiheit bezeichnet die offizielle italienische Lesart weiterhin als nicht korrekt und fordert die Rehabilitierung der vier als „Puschtra Buibm“ bekannten Männer. Diese könnten sich heute nicht mehr selbst verteidigen, weshalb es aus Sicht der Bewegung eine Frage der historischen Gerechtigkeit sei, die Ereignisse neu zu bewerten und die Wahrheit festzustellen.

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