von lif 21.05.2026 13:44 Uhr

Italienischer Badeort rüstet sich für Pfingst-Exzesse

Die bei österreichischen Touristen beliebte norditalienische Badeortschaft Lignano Sabbiadoro rüstet sich für bevorstehende Exzesse junger Besucher während des Pfingstwochenendes. Bürgermeisterin Laura Giorgi hat eine Verordnung unterzeichnet, um mögliche Unruhen durch Touristen, die wie jedes Jahr zu Pfingsten in Scharen in den Badeort strömen, so weit wie möglich einzudämmen: „Wir sind immer besser vorbereitet“, betonte sie laut Medienangaben.

Bild: APA

Für diesen Zeitraum ist auch wieder die Zusammenarbeit mit österreichischen Polizeikräften vorgesehen, die gemeinsam mit den italienischen Sicherheitsbehörden eingesetzt werden. Die Feiern am Pfingstwochenende sind auch als „Tutto Gas“ bekannt. Das Sicherheitskonzept sieht eine deutliche Verstärkung der Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungshütern vor. Zusätzlich werden private Sicherheitskräfte und Sicherheitsdienste in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in stark frequentierten Bereichen eingesetzt. Diese sollen in direkter Verbindung zu den Einsatzkräften vor Ort stehen.

Verkehrsüberwachung wird verstärkt

Die ersten Frühjahrswochenenden zeigten bereits einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen um rund zwölf Prozent. Allein am vergangenen Wochenende waren trotz schlechten Wetters 276.000 Menschen in Lignano gemeldet worden, 33 Prozent waren ausländische Touristen, vor allem Österreicher und Deutsche, aber auch aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn, teilte die Gemeinde mit.

Auch die Verkehrsüberwachung wird verstärkt, insbesondere entlang der Hauptverkehrsachsen während der Wochenenden. Während der Pfingstfeierlichkeiten plant die Gemeinde frühere Sperrstunden für Lokale, Einschränkungen beim Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken zu bestimmten Zeiten sowie eine Begrenzung der erlaubten Lautstärke von Musik.

Über 80.000 Touristen werden zu Pfingsten in Lignano erwartet, davon 20.000 aus Österreich. In den vergangenen Jahren war es wiederholt zu Problemen wegen Alkohol-Exzessen gekommen.

APA/UT24

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