von mmh 20.05.2026 18:58 Uhr

Südtirols Gesundheitssystem im Umbau: Millionen-Projekt in Bruneck

Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat am Dienstag das Krankenhaus Bruneck sowie den Gesundheitssprengel Tauferer Ahrntal in Sand in Taufers besucht. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Mitarbeitenden und Führungskräften über aktuelle Herausforderungen, Investitionen und die künftige wohnortnahe Versorgung im Gesundheitswesen.

(Foto: LPA/Angelika Schrott)

Begleitet wurde Messner unter anderem von Ressortdirektor Michael Mayr, Generaldirektor Christian Kofler, Sanitätsdirektor Josef Widmann, Pflegedirektorin Marianne Siller und Abteilungsdirektorin Laura Schrott.

Großbaustelle Krankenhaus Bruneck

Im Krankenhaus Bruneck laufen derzeit umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten. Bereits abgeschlossen wurden mehrere Umbauten, darunter Bereiche der Onkologie sowie der Hals-Nasen-Ohren-, Augen- und Tumorversorgung.

Weitere Projekte sind bereits geplant oder in Umsetzung. Dazu zählen neue Räume für Dialyse und medizinisch unterstützte Befruchtung, Maßnahmen zur Erdbebensicherheit sowie der schrittweise Bau einer neuen Notaufnahme, moderner Operationsbereiche und neuer Labore.

Laut Landesrat Messner sollen in den kommenden Jahren insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in den Standort investiert werden. Ziel sei es, das Krankenhaus langfristig zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Grundsätzlich gebe es in Südtirol „ein Krankenhaus mit sieben Standorten“, die künftig noch stärker vernetzt arbeiten sollen.

Wohnortnahe Versorgung im Fokus

Auch der Gesundheitssprengel Tauferer Ahrntal profitiert laut Land von laufenden Sanierungsmaßnahmen. Ziel sei es, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die wohnortnahe Versorgung für rund 15.000 Menschen langfristig abzusichern.

Der Sprengel bietet bereits jetzt ein umfangreiches Angebot an Gesundheits- und Sozialdiensten und soll mittelfristig zu einem sogenannten Gemeinschaftshaus weiterentwickelt werden.

Gemeinschaftshäuser sollen Notaufnahmen entlasten

Diese Gemeinschaftshäuser sollen künftig zentrale Anlaufstellen für kleinere Dringlichkeiten und die Betreuung chronisch kranker Menschen sein. Laut Messner sollen dort verschiedene Gesundheits- und Sozialdienste gebündelt werden, um Patienten umfassender zu betreuen und gleichzeitig die Notaufnahmen zu entlasten.

„Mit Gemeinschaftshäusern, Gemeinschaftskrankenhäusern und der einheitlichen Rufnummer 116 117 bauen wir ein System, das näher an den Patienten ist und Versorgung besser koordiniert und sichert“, erklärte der Landesrat.

Insgesamt gehe es darum, das Gesundheitssystem stärker wohnortnah auszurichten und neben der Versorgung auch Prävention und Gesundheitskompetenz auszubauen.

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