von mmh 20.05.2026 18:14 Uhr

Reschensee bald wieder komplett umrundbar

Entlang der Staatsstraße SS40 in der Gemeinde Graun geht das Großprojekt zur neuen Straßenführung in die nächste Phase. Wie das Land Südtirol mitteilt, wurde am 19. Mai die Ausschreibung für das zweite Baulos veröffentlicht. Geplant sind neben einer neuen Straße auch Schutzbauten sowie ein neuer Fuß- und Radweg entlang des Reschensees.

Die Gesamtkosten des Eingriffs belaufen sich auf 14 Millionen Euro und werden teilweise mit Mitteln des Fonds für Entwicklung und Kohäsion (FSC) finanziert. (Bild: LPA)

Das zweite Baulos betrifft den Abschnitt zwischen Kilometer 22,90 und 24,30. Ziel des Projekts ist es, den Verkehr aus einem Bereich zu verlegen, der durch Steinschlag, Muren und Lawinen gefährdet ist.

„Mit diesem Eingriff verlegen wir den Verkehr aus einem Bereich, der durch Steinschlag, Muren und Lawinen gefährdet ist. Das ist ein wichtiger Schritt, um eine strategische Verbindung für den gesamten Vinschgau, für die Bevölkerung, für den Tourismus und für den grenzüberschreitenden Verkehr sicherer zu machen“, erklärt Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider.

Die bestehende Straßentrasse wird dafür um rund 70 Meter in Richtung Reschensee verschoben. Für die neue Dammschüttung wurden bereits rund 2,585 Millionen Kubikmeter Material verwendet, das aus dem Stausee entnommen wurde. In den kommenden Wochen soll weiteres Material aus dem See entnommen werden, das für den Bau von Lawinendämmen benötigt wird.

Neue Schutzbauten und Radweg geplant

Im Zuge des zweiten Bauloses entstehen zusätzliche Schutzbauten in Form von Dämmen. Gleichzeitig sollen die bestehenden Galerien zurückgebaut werden.

Geplant ist außerdem ein neuer Fuß- und Radweg entlang des Seeufers. „Danach wird die Umrundung des Reschensees mit dem Fahrrad oder zu Fuß wieder möglich sein“, sagt Johannes Strimmer, Direktor des Amtes für Straßenbau West.

Projektkosten bei 14 Millionen Euro

Die Ausschreibungssumme für das zweite Baulos liegt bei 9,8 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf 14 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben teilweise über den Fonds für Entwicklung und Kohäsion (FSC).

Die Ausschreibung erfolgt EU-weit. Gesucht wird das wirtschaftlich günstigste Angebot, wobei neben dem Preis auch technische Kriterien bewertet werden.

Moderne Ausschreibung mit digitalen Standards

Das Projekt bringt laut Land auch Neuerungen im Bereich der Ausschreibungen mit sich. Dazu zählen eine kontinuierliche Preisanpassung, Umweltmindestkriterien sowie die digitale Modellierung aller Bauelemente mittels BIM-Technologie.

Die Planung stammt vom Ingenieurbüro Pfeifer und Partner in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren Rupert Marinelli und Gunnar Mintah.

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