Zwei Alpineinsätze: Bergretter und Hubschrauber gefordert

Bereits in den frühen Morgenstunden gerieten drei Studenten aus Bangladesch im Alter von 23 bis 25 Jahren am Großglockner in Bergnot. Die Männer waren gegen 4:30 Uhr vom Lucknerhaus über die Lucknerhütte in Richtung Stüdlhütte aufgebrochen und orientierten sich dabei mittels Offline-Karte am Handy. Auf rund 2.600 Metern Seehöhe verloren sie jedoch aufgrund fehlenden Handyempfangs die Orientierung und kamen im Nebel vom schneebedeckten Steig ab.
Die Gruppe stieg in weiterer Folge über die Ostflanke des Fanotkogels in zunehmend steileres und felsdurchsetztes Gelände auf. Als die Alpinisten gegen 6:45 Uhr umkehren wollten, verhinderten hüfthoher und feuchter Schnee einen sicheren Abstieg. Schließlich setzten sie einen Notruf ab.
Da eine Hubschrauberbergung wegen dichter Nebelbänke oberhalb von 2.600 Metern zunächst nicht möglich war, wurden ein Bergretter aus Kals am Großglockner sowie ein Alpinpolizist per Polizeihubschrauber in den Bereich der Viehböden geflogen. Von dort stiegen die Einsatzkräfte zu Fuß zu den Männern auf. Gegen 9:40 Uhr konnten die drei erschöpften und teilweise durchnässten Studenten unterhalb des Fanotkogels erreicht und sicher ins Tal gebracht werden.
Nur wenige Stunden später kam es in der Galitzenklamm bei Amlach zu einem weiteren Rettungseinsatz. Ein 27-jähriger Deutscher aus München war gegen Mittag über den „Dopamin“-Klettersteig unterwegs. Im besonders schwierigen Abschnitt „Werner Beinhart“ (Schwierigkeitsgrad E) konnte sich der Kletterer aufgrund von Erschöpfung nicht mehr halten und stürzte in sein Klettersteigset. Dabei löste der Bandfalldämpfer aus.
Da der Alpinist anschließend nicht mehr selbstständig weiterklettern konnte und das Klettersteigset beschädigt war, setzte sein Begleiter gegen 13:15 Uhr einen Notruf ab. Der Mann wurde schließlich vom Rettungshubschrauber mittels Tau geborgen und unverletzt ins Tal geflogen. Aufgrund der längeren Hängezeit im Klettergurt wurde er zur weiteren medizinischen Abklärung ins Krankenhaus Lienz gebracht.






