von ih 19.05.2026 18:32 Uhr

Sozialverband trifft Südtiroler Landesregierung

Die neue Führung des Dachverband für Soziales und Gesundheit hat sich in Bozen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie den Landesräten Hubert Messner und Rosmarie Pamer zu einem ersten offiziellen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden und dem dritten Sektor.

Gesundheitslandesrat Hubert Messner, Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, Landeshauptmann Arno Kompatscher, die neue Präsidentin des Dachverbands für Soziales und Gesundheit Roberta Rigamonti und ihr Stellvertreter Richard Stampfl. - Foto: LPA/Lucia Rose Buffa.

Die neue Präsidentin des Dachverbands, Roberta Rigamonti, ihr Stellvertreter Richard Stampfl sowie Geschäftsführer Günther Sommia nutzten den Antrittsbesuch, um zentrale Themen wie den zunehmenden Fachkräftemangel und die Auswirkungen des demografischen Wandels anzusprechen. Besonders im Sozialbereich seien die personellen Engpässe deutlich spürbar.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Bedeutung des Ehrenamts. Diskutiert wurde unter anderem, wie freiwilliges Engagement gestärkt und junge Menschen stärker eingebunden werden können – etwa durch Ferieneinsätze für Jugendliche im Sozial- und Gesundheitsbereich.

Landeshauptmann Kompatscher bezeichnete den Dachverband als wichtigen Partner bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Gerade angesichts einer alternden Gesellschaft und fehlender Fachkräfte sei die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen des Verbands von großer Bedeutung. Zugleich dankte er den Organisationen für ihren Einsatz und ihren Beitrag zur gesellschaftspolitischen Debatte.

Soziallandesrätin Pamer kündigte an, künftig verstärkt auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung und gemeinnützigen Organisationen zu setzen. Dabei sollen insbesondere Co-Programmierung und Co-Projektierung eine größere Rolle spielen. Entsprechende Leitlinien würden derzeit vorbereitet und sollen bald in der Landesregierung behandelt werden. Ziel sei es, Angebote besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abzustimmen.

Auch Gesundheitslandesrat Messner hob die Vorteile einer engeren Vernetzung hervor. Als positives Beispiel nannte er das Gemeinschaftshaus in Neumarkt, wo die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdiensten, Sozialwesen und dem dritten Sektor bereits erfolgreich funktioniere. Die enge Kooperation vor Ort stärke die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig.

Der Dachverband für Soziales und Gesundheit vereint derzeit rund 70 gemeinnützige Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich in Südtirol.

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