von lif 19.05.2026 09:29 Uhr

Großeinsatz gegen illegalen Müllhandel

Ein groß angelegter Schlag der Ordnungshüter gegen den illegalen Müllhandel sorgt am Dienstag in mehreren europäischen Ländern für Aufsehen. Im Mittelpunkt steht eine kriminelle Struktur, die laut Ermittlern auch in Südtirol aktiv war.

Symbolbild APA

Seit den frühen Morgenstunden sind in Italien, Österreich, Deutschland und Kroatien Beamte des Kommandos für Umweltschutz und Energiesicherheit im Einsatz. Sie vollstrecken eine Anordnung zur Anwendung einer Sicherheitsmaßnahme, die vom Ermittlungsrichter des Landesgerichts Trient erlassen wurde. Die Ermittlungen werden seit 2022 von den Ordnungshütern Trient geführt und von der Bezirksdirektion zur Bekämpfung von Mafia und Terrorismus der dortigen Staatsanwaltschaft koordiniert.

Im Visier der Ermittler stehen die Verantwortlichen eines transnationalen illegalen Müllhandels, der in Südtirol und mehreren europäischen Ländern aktiv gewesen sein soll. Laut den Ermittlern wurde dabei eine regelrechte „schwarze Lieferkette“ für Asche aus der Pyrogasifizierung aufgebaut. Abfälle mit hohem Anteil an organischen Schadstoffen und Dioxinen sollen dabei in vermeintliche grüne Vorzeigeprodukte umgewandelt worden sein, darunter Briketts für den Grill, Bodenverbesserer für landwirtschaftliche Flächen, Zusatzstoffe für Beton sowie CO₂-Zertifikate, die anschließend auf dem Markt gehandelt wurden.

Im Einsatz stehen derzeit mehr als 100 Beamte.

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