von ih 12.05.2026 13:56 Uhr

Südtiroler Pensionisten sollen fürs Weiterarbeiten mehr Netto erhalten

Der Südtiroler Wirtschaftsverband hds hat gemeinsam mit Senator Meinhard Durnwalder (SVP) einen Gesetzesvorschlag präsentiert, der das Weiterarbeiten von Pensionisten attraktiver machen soll. Ziel sei es, dem Arbeitskräftemangel in Südtirol entgegenzuwirken.

Bild: APA

Kern des Vorschlags ist ein Pilotmodell, bei dem pensionierte Personen mit voll kumulierbarer Pension zusätzliches Einkommen steuerpflichtig, aber beitragsfrei erhalten. Die sonst üblichen Pensionsbeiträge von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite würden nicht in das Pensionssystem fließen, sondern direkt als zusätzliche Nettoauszahlung an die arbeitende Pensionistin bzw. den Pensionisten gehen.

„Wer freiwillig weiterarbeitet, bekommt mehr Netto“, erklärt hds-Präsident Philipp Moser. Bei einem Beispielgehalt von 3.000 Euro brutto könnte dadurch ein zusätzlicher monatlicher Betrag von rund 1.000 Euro brutto entstehen – ohne Mehrkosten für Betriebe.

Moser betont, es gehe nicht um eine allgemeine Begünstigung oder Verdrängung am Arbeitsmarkt, sondern um eine gezielte und zeitlich begrenzte Maßnahme in gewissen Teilen Südtirols mit akutem Arbeitskräftemangel. Besonders im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich könnten erfahrene Arbeitskräfte eine wichtige Rolle spielen.

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