6.500 Anmeldungen für gratis psychologische Therapie

Allein in den vergangenen drei Wochen seien 2.000 Behandlungsplätze vermittelt worden. Hunderte Ersttermine hätten bereits stattgefunden. Mehr als 65 Prozent der Anmeldungen stammen von Frauen. Zehn Prozent erfordern eine Fremdsprache.
120.700 gratis Einheiten bis 2029
Bis 2029 stehen jährlich 120.700 kostenlose klinisch-psychologische Behandlungseinheiten zur Verfügung. „Mit psyhelp haben wir eine innovative, österreichweit einzigartige Plattform geschaffen, die Betroffenen den Zugang zu kostenfreien klinisch-psychologischen Behandlungsplätzen so einfach wie möglich macht“, sagte Viola Ghavidel, operative Leiterin von psyhelp, laut Presseunterlage. Der Vertrag „erleichtert den ersten Schritt in die Behandlung, verkürzt Wege und Wartezeiten und schafft klare Strukturen für Betroffene, Angehörige und Leistungserbringer“, wurde ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann Andreas Huss zitiert.
Seit 26. Jänner steht psyhelp.at zur Verfügung. Am 17. April begann die Vermittlung der Behandlungsplätze. 99 Prozent der Anmeldungen erfolgten über ein Online-Formular, die meisten relativ zur Bevölkerung kommen aus Wien, gefolgt von der Steiermark und Kärnten, während Vorarlberg bisher deutlich unterdurchschnittlich abschneidet. Niederösterreich und Oberösterreich liegen trotz hoher absoluter Zahlen pro Kopf im Mittelfeld. 14 Prozent der Klienten fallen in die Altersgruppe drei bis 20 Jahre, die meisten – 46 Prozent – sind 20 bis 40 Jahre alt. 33 Prozent sind 40- bis 60-Jährige, sieben Prozent sind über 60 Jahre alt.
Die häufigsten Diagnosen sind depressive Episoden, gefolgt von Angststörungen und phobischen Störungen. Zehn Prozent der Patienten kommen aus einem stationären Aufenthalt.
Für eine Teilnahme gemeldet hatten sich mehr als 800 Klinische Psychologen, knapp 700 wurden aufgenommen, der Großteil habe bereits laufende Behandlungen. „Mit psyhelp haben wir die Klinische Psychologie endgültig dorthin geholt, wo sie hingehört – mitten in die Regelversorgung“, freute sich Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des Berufsverbands Österreichischer Psychologen (BÖP).Â
APA/UT24






