Die Eisheiligen sind da: Was hinter dem Wetterphänomen steckt

Die Eisheiligen erstrecken sich vom 11. bis zum 15. Mai und sind nach fünf Heiligen aus dem 4. und 5. Jahrhundert benannt: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Hinter dem alten Volksglauben verbirgt sich ein echtes meteorologisches Phänomen. Anfang Mai erwärmt sich das europäische Festland deutlich schneller als das Meer. Durch diesen Temperaturunterschied entstehen Tiefdruckgebiete, die kalte Polarluft nach Mitteleuropa lenken können. In klaren Nächten sinken die Werte dann mancherorts unter den Gefrierpunkt und es kommt zu Bodenfrost. Genau dieser Frost kann jungen Pflanzen, Obstbäumen und empfindlichen Setzlingen erheblich schaden.
So sieht es heuer aus
Auch 2026 dürfte das Phänomen nicht ganz ausbleiben. Nach einem frühsommerlichen Start in den Mai erwarten die Meteorologen rund um den 12. Mai einen Kälteeinbruch, der vor allem in höheren Lagen spürbar wird. In Teilen des Alpenraums könnte sogar nochmals Schnee fallen. Wer also gerade Tomaten, Basilikum oder andere kälteempfindliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon hat, sollte in den kommenden Nächten besser ein Vlies bereithalten.






