Ötzi bekommt neue Kühlzelle

Den entsprechenden Beschluss fasste die Landesregierung auf Vorschlag von Hochbau- und Vermögenslandesrat, Christian Bianchi. Die Anlage im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen dient der Konservierung der weltbekannten Mumie. Der Austausch ist nötig, weil die bisherige Anlage technisch veraltet ist. Sie ist seit rund 25 Jahren in Betrieb. Künftig sollen höhere Standards in puncto Zuverlässigkeit, Sicherheit, Konservierung und Energieeffizienz erreicht werden.
„Mit dieser Investition wollen wir den bestmöglichen Schutz für die Similaun-Mumie gewährleisten. Gleichzeitig sorgen wir für mehr Sicherheit, einen unterbrechungsfreien Betrieb sowie deutliche Verbesserungen in energetischer und technischer Hinsicht“, betonte Bianchi, der das Projekt gemeinsam mit Ressortdirektor Daniel Bedin vorstellte.
Doppelte Sicherheit für den Mann aus dem Eis
Die neue Anlage soll dauerhaft konstante und stabile klimatische Bedingungen garantieren. Vorgesehen sind zudem zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen: doppelte Kühlmaschinen, doppelte Pumpen sowie Backup-Systeme sollen das Risiko von Betriebsunterbrechungen so gering wie möglich halten.
Die Arbeiten umfassen den Abbau der bestehenden Anlage. Danach werden neue Kühlgeräte installiert, ebenso wie luftgekühlte Kondensatoren, Tanks und Pumpengruppen. Zusätzlich wird eine Kältemaschine für den Notfall bereitgestellt.
Ötzi bleibt im Haus
Während der Arbeiten bleibt Ötzi im Museum. Die Mumie wird in einem speziell angefertigten Gefrierschrank aufbewahrt, so sollen die nötigen Konservierungsbedingungen ohne Transport erhalten bleiben. Die Arbeiten sind zwischen Jänner und März 2027 vorgesehen. Während dieser Zeit wird die Mumie für etwa fünf Wochen nicht zu sehen sein.
Finanziert wird das Vorhaben über die im Landeshaushalt 2026–2028 vorgesehenen Mittel.






