„Belastungsgrenze längst erreicht“ – Demo am Brenner spaltet Politik

Die Liste Fritz stellt sich ausdrücklich auf die Seite der Bevölkerung entlang der Transitrouten. Seit Jahren leiden die Menschen im Wipptal und entlang der Brennerstrecke unter Lärm, schlechter Luft, Stau, Ausweichverkehr und einer stark zunehmenden Verkehrsbelastung. Für Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider ist die Demonstration deshalb „ein notwendiges, berechtigtes und längst überfälliges Signal“.
Kritik an Verkehrsminister Hanke
Die Wortmeldungen des Verkehrsministers weist Haselwanter-Schneider scharf zurück: „Nichts wird abgesagt und nichts wird verschoben. Jetzt schon gar nicht. Die Menschen im Wipptal und entlang der Transitrouten haben jedes Recht, auf ihre unerträgliche Situation aufmerksam zu machen. Die Belastungsgrenze ist längst erreicht“, so die Politikerin.
Zugleich kritisiert sie, dass der Minister sich nicht vor Ort ein Bild mache. Stattdessen würden aus Wien heraus Ratschläge erteilt. Die Situation auf der Brennerroute zeige jedoch täglich die Realität der betroffenen Bevölkerung. Haselwanter-Schneider wirft dem Minister vor, internationale Lieferketten und Beziehungen stärker zu gewichten als den Schutz der eigenen Bevölkerung.
EU-Vorgaben und offene Fragen
Kritik äußert die Liste Fritz auch an der Umsetzung europäischer Vorgaben im Verkehrsbereich. So sei Österreich bei der Umsetzung der von der EU gesenkten Grenzwerte für Luftschadstoffe säumig. Ohne Umsetzung bestehe die Gefahr, eine bessere Luftqualität vorzutäuschen und neue Vertragsverletzungsverfahren zu riskieren.
Zudem stellt Haselwanter-Schneider die Frage, ob SPÖ-Verkehrslandesrat René Zumtobel die Haltung seines Parteikollegen aus Wien teile. Abschließend betont sie: „Die Bevölkerung im Wipptal hat sich Besseres verdient als derartige Wortspenden aus Wien. Die Brenner-Demo findet statt. Ob es dem Minister passt oder nicht.“






