Trump will Schiffe aus Straße von Hormuz befreien

Trump drohte für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative „Projekt Freiheit“ mit Härte. Konkrete Details zum Ablauf ließ er allerdings offen. Begründet wurde die Initiative damit, dass Länder aus aller Welt die USA um Hilfe gebeten hätten. Es handle sich um Schiffe aus Regionen, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien: „Sie sind lediglich neutrale und unschuldige Dritte!“ Trump sprach zudem von einer „humanitären Geste“denn vielen Schiffen würden Lebensmittel und andere notwendige Güter ausgehen.
Lenkwaffenzerstörer und 15.000 Soldaten
Laut dem US-Regionalkommando Centcom sollen Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten zum Einsatz kommen. Eine Eskortierung durch US-Kriegsschiffe sei laut „Wall Street Journal“ aktuell aber nicht vorgesehen. Stattdessen sollen Minen geortet und Schiffe über sichere Routen informiert werden.
Der Iran verbittet sich jedwede US-amerikanische Einmischung. Eine solche werde als Verstoß gegen die geltende Waffenruhe gewertet, hieß es aus Teheran. Die Straße von Hormuz werde nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.
Hintergrund: Vor dem Krieg wurde rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öl- und Flüssiggases durch die Meerenge transportiert. Seit Kriegsbeginn kontrolliert der Iran das Gebiet und hat den Schiffsverkehr praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen.
Erneute Angriffe auf Schiffe
Bereits am Sonntag meldete die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) erneut Angriffe auf Schiffe in der Meerenge. Ein Massengutfrachter sei elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik von mehreren kleinen Booten angegriffen worden. Am Sonntagabend wurde laut UKMTO ein weiteres Schiff rund 145 Kilometer nördlich von Fujairah von „unbekannten Projektilen“ getroffen. Die Besatzungen seien in beiden Fällen in Sicherheit.






