von mmh 03.05.2026 06:20 Uhr

Hipp-Erpresser: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp ist am Samstagvormittag ein Verdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen 39-jährigen Mann. Details zum Festnahmeort oder zur Herkunft des Mannes wurden von der Landespolizeidirektion Burgenland am Samstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.

APA/THEMENBILD

Das Landeskriminalamt Burgenland führte unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt seit zwei Wochen Ermittlungen im Zusammenhang mit vergifteter Babynahrung. Ein Glas, das in einem Supermarkt in Eisenstadt gekauft worden war, wurde am 18. April sichergestellt. Dieses hatte 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Noch muss geklärt werden, welche Folgen ein Verzehr für ein Baby gehabt hätte.

Beamte des Landeskriminalamts Burgenland haben am Samstagvormittag mit Unterstützung des Bundeskriminalamts den tatverdächtigen Mann festgenommen, hieß es in einer Aussendung am Samstagnachmittag. Er wird aktuell noch befragt, daher wurden keine Details zur verdächtigen Person, zu den Umständen der Festnahme oder zu den weiteren Ermittlungsschritten bekanntgegeben, erklärte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Helmut Marban, zur APA.

Zweites Glas noch nicht gefunden

In Österreich wird gegen den Verdächtigen aktuell wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt. Allerdings müsse noch das Gutachten über die Toxizität der Menge im sichergestellten Glas abgewartet werden. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls mit Rattengift manipuliert worden sein soll, ist noch nicht aufgetaucht, hieß es auch am Samstag. Der Verdächtige befindet sich laut Marban derzeit noch in Polizeigewahrsam und soll dann in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert werden. Dass die Festnahme, wie die „Kronen Zeitung“ berichtete, in Salzburg erfolgte, bestätigte er nicht. Zum Ort der Festnahme gab es weiterhin keine Angaben. Die Landespolizeidirektion Salzburg verwies auf APA-Anfrage auf die burgenländischen Kollegen.

In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden bisher insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf 18. April öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel“ 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.

apa

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite