von ih 30.04.2026 08:22 Uhr

80 Jahre „Schwarzer Tag“ für Südtirol

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol hat am 30. April an ein einschneidendes Ereignis der Tiroler Geschichte erinnert: Vor genau 80 Jahren wurde den Südtirolern auf der Pariser Außenministerkonferenz das Selbstbestimmungsrecht verweigert. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung mit Österreich endgültig.

„Los von Rom“ – ein Ruf, der seit Generationen durch Tirol hallt. Ein Zeichen des Willens zur Selbstbestimmung, das im Herzen vieler Südtiroler nach wie vor weiterlebt (Bild: UT24/su).

Trotz einer breiten Unterschriftenaktion, bei der sich 1946 über 158.000 Südtiroler für die Rückkehr zu Tirol aussprachen, entschieden die Siegermächte gegen den erklärten Volkswillen. Die Brennergrenze blieb bestehen und festigte die Teilung Tirols.

Der Obmann des Bundes, Alois Wechselberger, bezeichnete den 30. April 1946 als „einen der bittersten Momente der Landesgeschichte“ und sprach von einem „Diktat gegen den Volkswillen“. Zwar habe das spätere Gruber-De-Gasperi-Abkommen einen gewissen Schutz geboten, doch sei die Autonomie lediglich eine Notlösung gewesen.

Der AHBT sieht den Jahrestag als Mahnung, die Forderung nach Freiheit und Einheit weiterhin mit demokratischen Mitteln zu verfolgen. Ziel bleibe ein freies Tirol in einem Europa der Regionen.

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