Scharfe Kritik an Brenner-Blockade: Wirtschaftsring warnt vor Folgen

SWREA-Präsident Lukas Brunner zeigt sich über die Pläne deutlich irritiert. Zwar stelle man das Recht auf Demonstration nicht infrage, betont er, doch eine derart weitreichende Maßnahme ohne Abstimmung mit den Nachbarregionen sei nicht akzeptabel. Gerade an einem ohnehin verkehrsintensiven Reisewochenende würde eine Totalsperre massive Auswirkungen haben.
Kritik an fehlender Abstimmung
Die Protestaktion wurde vom Bürgermeister von Gries am Brenner initiiert und richtet sich gegen die hohe Verkehrsbelastung. Für den Wirtschaftsring ist jedoch vor allem die fehlende Abstimmung mit Südtirol ein zentraler Kritikpunkt. Auch hierzulande sei man mit Verkehrsproblemen konfrontiert, so Brunner, dennoch dürften Maßnahmen nicht einseitig auf Kosten anderer Regionen gesetzt werden.
„Das führt mit Sicherheit zu gravierenden Folgeproblemen, die vor allem auf dem Rücken der Nachbarregionen lasten werden“, erklärt Brunner. Eine vollständige Blockade beider Verkehrsachsen würde nicht nur den Transitverkehr massiv beeinträchtigen, sondern auch die regionale Wirtschaft erheblich treffen.
Appell an Veranstalter
Der Südtiroler Wirtschaftsring sieht in der geplanten Totalsperre keine zielführende Lösung für die Verkehrsproblematik. Vielmehr befürchtet man zusätzliche Belastungen ohne nachhaltigen Effekt.
Daher richtet SWREA einen klaren Appell an die Initiatoren der Demonstration: Die geplante Protestform solle noch einmal überdacht werden. Ziel müsse es sein, Lösungen zu finden, die nicht zu Lasten der Nachbarregionen gehen. Eine Totalsperre am Brenner lehnt der Wirtschaftsring entschieden ab.






