Zahlen bestätigen: Straftaten um 8,5 Prozent gestiegen

Auch die Zahl der Straftaten je 1.000 Einwohner stieg: In Südtirol belief sie sich auf 33,7 Straftaten je 1.000 Einwohner. In Welschtirol erreichte sie 29,6 und auf gesamtstaatlicher Ebene 40,7. Diese Werte waren im Vergleich zu 2023 ebenfalls gestiegen.
Die häufigste Art von Straftaten waren die Diebstähle (7.495 Anzeigen beziehungsweise 41,4 Prozent aller Straftaten), die im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent gestiegen sind. Zugenommen haben vor allem die Diebstähle durch Eindringen in Wohnungen (plus 23,6 Prozent). Auch bei den Einbrüchen in abgestellte Autos, der zweithäufigsten Art der Diebstähle, gab es eine Zunahme (plus 22,4 Prozent). Die Ladendiebstähle (minus 22,8 Prozent) sowie die Diebstähle mit besonderer Geschicklichkeit (minus 10,2 Prozent) gingen hingegen zurück.
Raubüberfälle insgesamt rückläufig
Die Fälle von Raub, ein Phänomen, das weit weniger verbreitet war als andere Arten von Straftaten, nahmen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr ab (minus 8,1 Prozent). Insbesondere bei den Raubüberfällen auf öffentlichem Grund gab es einen Rückgang (minus 25,4 Prozent). Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Raubüberfälle in Geschäften und Kaufhäusern (plus 4,8 Prozent).
Bedrohungen und Cyberkriminalität gestiegen
Zugenommen haben auch die Fälle von Bedrohungen (plus 13,2 Prozent), Cyberkriminalität (plus 7,9 Prozent) und Sachbeschädigungen (plus 6,7 Prozent). Die sogenannten „Bluttaten“, zu denen vorsätzliche und fahrlässige Tötung, versuchter Mord, Schläge, vorsätzliche Körperverletzung und Sexualverbrechen gehörten, verzeichneten 1.070 Anzeigen und sind somit gegenüber 2023 nahezu unverändert geblieben.
Tatverdächtige innerhalb eines Jahres ermittelt
Fast ein Drittel der Anzeigen, die im Jahr 2024 von den Polizeikräften erstattet wurden, betraf Straftaten, deren Tatverdächtige innerhalb desselben Jahres ermittelt wurden (28 Prozent aller Anzeigen). Zusätzlich wurden 2024 die Tatverdächtigen von 778 der in den Vorjahren angezeigten Straftaten ermittelt, mehr als 2023 (643 Straftaten).
Über 7.700 Tatverdächtige
2024 wurden insgesamt 7.794 Tatverdächtige von den Polizeikräften angezeigt, angehalten oder festgenommen. Im Vergleich zu 2023 ist der Wert angestiegen (plus 8,3 Prozent). 12,4 Prozent aller Tatverdächtigen haben Diebstähle verübt.
Die Zahl der Tatverdächtigen der „Bluttaten“ ist im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen (plus 0,9 Prozent). Zugenommen hat auch die Zahl der Personen, die in Raubüberfälle verwickelt waren (plus 17,6 Prozent). Die Zahl der Tatverdächtigen von Cyberkriminalität (plus 4,4 Prozent), der Drogendelikte (plus 13,9 Prozent) und der Bedrohungen (plus 24,6 Prozent) ist auch gestiegen. Die Zahl der Tatverdächtigen von Sachbeschädigungen und von Diebstählen sank hingegen (minus 18,8 Prozent und minus 14,8 Prozent).
Weniger minderjährige Tatverdächtige
Insgesamt wurden 351 minderjährige Tatverdächtige gemeldet (4,5 Prozent aller Tatverdächtigen). Die absolute Zahl sowie der prozentuelle Anteil waren gegenüber dem Vorjahr (448 Anzeigen beziehungsweise 6,2 Prozent des Gesamtwertes) gesunken.
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