Südtirol: 26 Frauen erhalten Hilfe für rechtlichen Beistand

Wie das Landesamt für Familie, Soziales und Gemeinschaft mitteilt, haben bislang 26 betroffene Frauen einen sogenannten Solidaritätsbeitrag erhalten. Insgesamt wurden dafür über 111.000 Euro ausbezahlt. Ziel der Maßnahme ist es, Frauen zu ermutigen, rechtlich gegen Täter vorzugehen.
Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP) betont, dass Gewalt kein privates Thema sei: „Gewalt und Misshandlung müssen sichtbar gemacht und zur Anzeige gebracht werden. Zu oft bleiben solche Taten im Verborgenen.“
Der Beitrag wird unabhängig vom Einkommen gewährt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die betroffene Frau von einem Frauenhausdienst begleitet wird und Anzeige erstattet oder Klage eingereicht hat. Zudem muss sie in Südtirol wohnhaft sein oder sich in einer betreuten Einrichtung befinden.
Die Kriterien für die Unterstützung wurden gemeinsam mit der Rechtsanwaltskammer Bozen erarbeitet. Anwältinnen und Anwälte, die in diesem Bereich tätig sind, erhalten spezielle Schulungen. Aktuell sind 17 Juristinnen und Juristen in einem entsprechenden Verzeichnis eingetragen.






