Schon 18 Wölfe in Nationalpark vergiftet

Der WWF beklagte ein „fortwährendes Massaker, das das Herz unseres Naturerbes trifft“. Das Auslegen von Gift, um Wölfe zu töten, sei eine feige und kriminelle Handlung gegen die Biodiversität und zugleich ein Angriff auf die öffentliche Sicherheit.
„Solche Taten dürfen im Jahr 2026 nicht ungestraft bleiben“, erklärte die NGO in einer Presseaussendung.
In Italien leben rund 3.500 Wölfe
Der WWF hofft, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft rasch zur Identifizierung der Verantwortlichen führen. „Wer solche Straftaten rechtfertigt, macht sich zum Komplizen der Täter und eines inakzeptablen Systems“, so der Verband. Durch das Gift würden nicht nur Wölfe, sondern auch viele andere Tiere sterben, sowohl wildlebende als auch Haustiere. Gefährdet sei auch der Braunbär, ein Symbol der Region Abruzzen, dessen Bevölkerung inzwischen auf nur noch wenige Dutzend Individuen geschrumpft ist – gerade in den Gebieten, in denen Gift ausgelegt wird.
Der WWF startete eine Petition mit dem Slogan „Stop Verbrechen gegen die Natur“. Gefordert wurde „mehr Vorbeugung, wirksame Kontrollen und angemessene Strafen für diejenigen, die unser Naturerbe zerstören“.
Nach Angaben von Experten leben in Italien rund 3.500 Wölfe – mehr als in jedem anderen EU-Land. Spannungen mit der Weidewirtschaft halten an, insbesondere infolge von Angriffen auf Nutztiere. Der Wildtierexperte Piero Genovesi des wissenschaftlichen Instituts ISPRA bezeichnete die Vergiftungen als „äußerst schwerwiegend“. Zugleich betonte er, dass ein Zusammenleben von Mensch und Wolf möglich sei, wenn Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt würden.
apa






