Gasexplosion simuliert- Feuerwehr trainiert in verlassenem Hotel

Die Freiwillige Feuerwehr Obermais nutzt derzeit das ehemalige Hotel Angelica in Obermais als Übungsobjekt. Das Gebäude steht vor Beginn von Umbauarbeiten leer und ermöglicht den Einsatzkräften, verschiedene Szenarien unter nahezu realistischen Bedingungen zu trainieren.
Bei einer groß angelegten Übung probten 20 Wehrmänner einen simulierten Ernstfall: Eine angenommene Gasexplosion im obersten Stockwerk hatte einen Brand ausgelöst. Im Mittelpunkt standen dabei der koordinierte Innenangriff der Atemschutzgeräteträger sowie die effiziente Rettung von Personen.
Zugskommandant Othmar Flarer betonte den besonderen Wert dieser Gelegenheit: Das Gebäude sei zwar ungenutzt, aber baulich noch vollständig intakt – ideale Voraussetzungen für realitätsnahe Übungen.
Weitere Trainings und soziales Projekt geplant
Auch in den kommenden Wochen soll das Hotel weiterhin als Trainingsort dienen. Geplant sind unter anderem Übungen zur Notöffnung eines steckengebliebenen Aufzugs sowie taktische Schulungen für ähnliche Einsätze. Laut Vizekommandant Andreas Alber ist es besonders schwierig, geeignete Objekte für solche realistischen Trainings zu finden.
Das Gebäude erfüllt dabei bereits jetzt einen wichtigen Zweck für die Allgemeinheit. Nach dem Ende des Hotelbetriebs soll es in ein Sozialprojekt für Senioren umgewandelt werden. Vorgesehen ist ein Modell „Betreutes Wohnen plus“ mit 15 bis 30 Plätzen, ergänzt durch ein Arztambulatorium sowie ein Generationencafé. Träger des Projekts ist der Evangelische Frauenverein Meran.
Damit leistet das Hotel Angelica schon vor dem Umbau einen wertvollen Beitrag – als Ausbildungsstätte für die Feuerwehr und damit auch für die Sicherheit der Bevölkerung.






