von ih 20.04.2026 17:28 Uhr

Junge Generation stellt sich hinter Rosmarie Pamer

Die Junge Generation (JG) hat sich mit deutlichen Worten hinter Landesrätin Rosmarie Pamer gestellt. Anlass ist die hitzige Debatte rund um die geplante Unterbringung von 94 Flüchtlingsfamilien, in deren Zuge Pamer massiven Anfeindungen ausgesetzt war. Der Landesjugendausschuss zeigte sich insbesondere über den Ton der Kritik „entsetzt“ und sprach der Landesrätin seine „volle Solidarität“ aus.

Foto: Junge Generation

JG-Vorsitzende Anna Künig betont, dass sachliche Auseinandersetzungen zwar notwendig seien, jedoch klare Grenzen überschritten worden seien. „Man kann hart in der Sache diskutieren, aber Gewaltandrohungen, schwerwiegende Beschimpfungen und Beleidigungen sind inakzeptabel“, erklärt sie. Pamer habe angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten – ein Vorgehen, das von der JG ausdrücklich unterstützt werde.

Gleichzeitig sieht die Jugendorganisation eine gezielte Eskalation durch politische Akteure. Namentlich genannt werden Sven Knoll sowie weitere Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit und Jürgen Wirth Anderlan. Diese würden, so der Vorwurf der SVP-Jugend, einen politischen Stil nach dem Vorbild von Donald Trump fördern und gezielt nach Südtirol tragen.

Besonders kritisch äußert sich Matthias von Wenzl. Wer wiederholt mit zugespitzten und teils irreführenden Aussagen operiere, müsse sich auch die daraus resultierenden Reaktionen zurechnen lassen. Einzelne Social-Media-Kommentare, die sogar Gewaltfantasien enthielten, seien eine direkte Folge dieser politischen Rhetorik.

Auch gegenüber Wirth Anderlan findet die JG deutliche Worte. In seinen regelmäßigen Videobotschaften erkenne man einen „Unterbietungswettstreit“ in Bezug auf grundlegende moralische und gesellschaftliche Standards, heißt es.

Die Junge Generation fordert insgesamt eine Rückkehr zu einem respektvollen politischen Diskurs in Südtirol – mit klaren Grenzen gegenüber Hass, Drohungen und persönlicher Herabwürdigung.

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