Gefälschte Sprachzertifikate: Entlassungen und neue Prüfungsregeln geforder

Freiheitlicher Vizeobmann und Rechtsexperte Otto Mahlknecht macht die Position seiner Partei klar: Wer sich mit einem gefälschten Sprachzertifikat eine Stelle im öffentlichen Dienst erschlichen habe, müsse entlassen werden. „Die Rechtslage ist eindeutig: Der Zweisprachigkeitsnachweis ist eine gesetzliche Zugangsvoraussetzung. Wer ihn fälscht, verliert die erschlichenen Vorteile und muss strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“ Die Freiheitlichen betonen, dass nicht die Zweisprachigkeit das Problem sei, sondern deren bewusste Umgehung. Südtiroler Beamte müssten Deutsch verstehen, sprechen und schreiben können. Das sei keine Formalität, sondern eine Verpflichtung gegenüber den Bürgern.
Darüber hinaus stoßen die Freiheitlichen eine weitergehende Debatte an: Mahlknecht regt an, offen darüber zu diskutieren, ob künftige Wettbewerbsprüfungen teilweise auf Deutsch und teilweise auf Italienisch abgehalten werden sollten. „Das ist keine unmittelbare Forderung, sondern eine Überlegung, die man sachlich diskutieren sollte.“ Er räumt dabei ein, dass dies im Gegenzug auch bedeuten würde, dass deutschsprachige Bewerber Teile der Prüfung auf Italienisch absolvieren müssten.






