von lif 20.04.2026 06:48 Uhr

Mann in den USA erschießt acht Kinder

In einem mutmaßlichen Fall häuslicher Gewalt hat ein Mann in Shreveport im US-Staat Louisiana am Sonntag acht Kinder erschossen. Anschließend wurde der Täter laut Behörden nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei erschossen. Die acht Opfer seien zwischen achtzehn Monaten und zwölf Jahren alt gewesen, sagte der Polizist Chris Bordelon. Sieben von ihnen waren demnach die eigenen Kinder des Schützen.

Symbolbild

Bordelon sprach von einem Fall häuslicher Gewalt. Schauplätze der Bluttat seien drei Häuser gewesen, die nun gründlich durchsucht würden. Die Ermittler gingen von einem Einzeltäter aus. Die Polizei identifizierte den Täter als den 31-jährigen Shamar E., sein Motiv war zunächst unklar.

Der Polizei zufolge war E. 2019 in einem Fall mit Schusswaffen festgenommen worden, in dem er sich schuldig bekannt habe. Es seien jedoch keine weiteren Fälle häuslicher Gewalt in seiner Vergangenheit bekannt.

Zwei weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben ebenfalls angeschossen. Eine der beiden Frauen, denen in den Kopf geschossen wurde, ist dem örtlichen Sender KTBS zufolge die Mutter von einigen der getöteten Kinder. Außerdem habe sich ein Bub verletzt, als er von einem Dach gesprungen sei. Der Täter stahl nach der Tat ein Auto und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit Polizisten, die schließlich das Feuer auf den Mann eröffneten und ihn töteten.

Louisianas Gouverneur „untröstlich“

Louisianas Gouverneur Jeff Landry erklärte, er sei „untröstlich“ wegen der Gewalttat. Shreveports Bürgermeister Tom Arceneaux äußerte sich ebenfalls erschüttert und sprach von einem „schrecklichen“ Tag für seine Stadt. Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, der in Shreveport geboren wurde und die Region im US-Kongress vertritt, verurteilte den Vorfall im Onlinedienst X als „sinnlose Tragödie“.

Ein AFP-Videoreporter beobachtete fünf sichtbare Einschusslöcher an der weißen Tür des kleinen zweistöckigen Hauses. In der Nähe hatten Trauernde ein halbes Dutzend Blumensträuße niedergelegt.

APA/UT24

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