von ih 16.04.2026 15:51 Uhr

Dreieinhalb Jahre Haft für 32-Jährigen nach Vergewaltigungen

Am Donnerstag ist ein 32-Jähriger in Wien rechtskräftig zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Schöffensenat sprach ihn wegen fortgesetzter Gewaltausübung, Vergewaltigung, Raubes und schwerer Erpressung schuldig. Der Mann hatte zwischen 2023 und 2025 seine damalige Partnerin malträtiert und vergewaltigt. Der Frau muss er nun 12.000 Euro Schmerzengeld zahlen. Zu Beginn der Verhandlung war er vollumfänglich geständig.

Symbolbild von Nino Carè auf Pixabay

Der Österreicher soll die Frau zumindest zweimal vergewaltigt haben. Eine der Taten habe er gefilmt und gedroht, die Aufnahmen dem Chef der Frau zu schicken, hielt die Vertreterin des Opfers fest. Das Video lag dem Gericht nicht vor, da der Angeklagte sein Handy nicht entsperren wollte. Zudem habe er mehrmals gedroht, die Frau und deren Mutter zu töten und unter Androhung von Gewalt Geld von ihr verlangt.

Weiters soll er sie mehrmals geschlagen und getreten und einmal mit einem Staubsauger nach ihr geworfen haben, wodurch sie einen Bänderriss erlitt. Er saß seit dem 29. Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Der Staatsanwalt sprach vom „Inbegriff einer toxischen Beziehung“. Die beiden waren von 2020 bis Juli 2024 ein Paar.

Angeklagter: „Habe Kontrolle verloren"

Der Angeklagte begründete die Taten mit seinem geistigen Zustand. Er habe seit drei Jahren eine Depression und konsumiere Drogen, seit er 15 Jahre alt ist. Hinzu kämen Spielsucht und Stress auf der Arbeit. In diesem „Kuddelmuddel“ sei die Beziehung „ausgeartet“, weil „beide nicht voneinander losgekommen“ seien, erklärte der Verteidiger des 32-Jährigen. Warum er die Frau vergewaltigt habe, wollte der Vorsitzende Richter Andreas Böhm wissen.

„Ich weiß nicht mehr, ich hab durchgemacht auf Drogen“, antwortete der Angeklagte. Er habe drei Tage nicht geschlafen und die „Kontrolle verloren“, fügte er hinzu. Nun tue es ihm jedenfalls leid.

apa

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