Der Strauch des Jahres 2026 und ein Geheimtipp für den Garten

Zwischen Juni und August reifen die kleinen, dunkelvioletten Früchte. Nicht alle auf einmal, sondern nach und nach, berichtet die Verbraucherzentrale Südtirol in einer Aussendung. Ihr Geschmack wird als Mischung aus Heidelbeere und Pflaume mit einem Hauch Marzipan beschrieben. Allerdings sind Amseln, Drosseln, Stare, Rotkehlchen und sogar Siebenschläfer schnelle Abnehmer. Ernährungsexpertin Silke Raffeiner von der Verbraucherzentrale Südtirol meint schmunzelnd: „Es ist fraglich, ob für den Menschen etwas übrig bleibt.“
Wer doch etwas erntet, kann die Früchte frisch essen oder zu Marmelade, Gelee, Chutney, Kuchen oder Likör verarbeiten. Getrocknet erinnern sie an Rosinen, daher auch der Volksname „Rosinenstrauch“. Die Früchte sind reich an Antioxidantien, Mineralstoffen und Vitamin E. Die Kerne enthalten zwar geringe Mengen Blausäure, bei normalem Verzehr besteht aber kein Risiko, da der Körper ganze Kerne unverdaut ausscheidet. Bei der Herstellung von Marmelade oder Saft empfiehlt sich ein Sieb.
Die Felsenbirne wächst als mehrstämmiger Strauch bis zu drei Meter hoch, verträgt Hitze, Trockenheit und Frost und gedeiht in Gebirgslagen bis 2.000 Meter. Sie kommt mit nahezu jedem Boden zurecht und muss kaum geschnitten werden. Damit ist sie eine ideale Wahl für naturnahe Gärten, Hecken und öffentliches Grün, besonders angesichts des Klimawandels.






