Kritik an Informationspolitik zur geplanten 380-kV-Leitung in Osttirol

Nach Angaben der Initiative seien viele betroffene Bürger erst im Herbst 2025 durch eine Informationsveranstaltung des Netzbetreibers Austrian Power Grid (APG) von dem Großprojekt erfahren. Die Gemeindevertretungen hätten es zuvor versäumt, die Bevölkerung ausreichend und frühzeitig einzubinden. Dies widerspreche dem Anspruch einer bürgernahen Politik, so die Verfasser.
Im Zentrum der Kritik steht auch die Haltung einzelner Bürgermeister, denen vorgeworfen wird, wirtschaftliche Argumente der APG zu übernehmen, ohne mögliche Alternativen ausreichend zu prüfen. Insbesondere die Erdverkabelung wird von der Bürgerinitiative als ernstzunehmende Option hervorgehoben. Entgegen häufiger Darstellungen seien die Mehrkosten laut einer zitierten Studie deutlich geringer als angenommen.
Neben gesundheitlichen und ökologischen Bedenken fordert die Initiative vor allem mehr Transparenz, wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen sowie eine umfassende öffentliche Diskussion. Ziel sei es, gemeinsam mit den Gemeinden eine abgestimmte Stellungnahme an Landes- und Bundesregierung zu erarbeiten.
Abschließend betonen die Initiatoren, dass es ihnen nicht um politische Entscheidungen selbst gehe, sondern um Aufklärung und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in einen Prozess, der langfristige Auswirkungen auf Mensch, Natur und kommende Generationen habe.






