Trump will wichtigste Ölroute der Welt blockieren

Wie Trump am Sonntag auf der Plattform Truth Social mitteilte, soll die US-Marine alle Schiffe daran hindern, in die Meerenge einzufahren oder diese zu verlassen. „Die Blockade wird in Kürze beginnen“, erklärte der Präsident. Zudem seien die Streitkräfte angewiesen worden, Schiffe abzufangen, die Gebühren an den Iran gezahlt hätten. Niemand, der eine „illegale Maut“ entrichte, werde künftig eine sichere Passage auf hoher See haben. Auch vom Iran gelegte Seeminen sollen laut Trump zerstört werden.
Vorwürfe gegen Iran und Drohung mit Militärgewalt
Trump begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von „Welterpressung“. Der Iran habe angekündigt, Minen in der Meerenge platzieren zu können. Gleichzeitig stellte der US-Präsident in Aussicht, die Blockade wieder zu lockern, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein.
Für den Fall von Angriffen auf US-Streitkräfte oder zivile Schiffe drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt. Das US-Militär sei „einsatzbereit“. Zudem sollen sich laut Trump auch andere Staaten an der Blockade beteiligen, konkrete Namen nannte er jedoch nicht.
Schlüsselroute für den globalen Ölhandel
Die Straße von Hormuz zwischen Iran und Oman zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit, insbesondere für den Transport von Erdöl. Bereits nach Beginn des Konflikts mit dem Iran hatte Teheran durch Drohungen und Angriffe auf Tanker und Frachtschiffe die Passage faktisch eingeschränkt, was zu steigenden Energiepreisen führte.
Zuvor hatte Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt, den freien Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen, andernfalls drohten Angriffe auf Infrastruktur wie Kraftwerke. Kurz vor Ablauf dieser Frist einigten sich Washington und Teheran Mitte der Woche auf eine zweiwöchige Waffenruhe.
Die Straße von Hormuz war auch ein zentraler Punkt der Verhandlungen in Islamabad, bei denen eine dauerhafte Lösung gesucht wurde. Die Gespräche endeten jedoch am Sonntag ohne Einigung.






