„Wir haben geholfen – und werden bestraft“– Après-Club wehrt sich nach Schließung

Demnach sei eine minderjährige Besucherin bereits alkoholisiert im Lokal erschienen. Die Betreiber betonen, dass von ihrer Seite „kein einziger Tropfen Alkohol“ an das Mädchen ausgeschenkt worden sei. Man habe die Videoaufnahmen des gesamten Abends ausgewertet und könne dies „mit absoluter Sicherheit“ bestätigen.
„Aus Verantwortung gehandelt“
Laut Stellungnahme habe das Personal sofort reagiert, als sich der Zustand der Jugendlichen bemerkbar machte. Ohne zu zögern habe man Hilfe organisiert und das Weiße Kreuz verständigt. Das Team spricht von gezeigter Zivilcourage und betont, aus Verantwortung gehandelt zu haben, um der Minderjährigen zu helfen.
Umso unverständlicher sei für die Betreiber die nun verhängte Maßnahme. „Dass genau diese Hilfe nun der Grund für unsere Schließung ist, fühlt sich an wie eine Bestrafung für das Richtige“, heißt es in dem Statement. Man stehe „vor den Trümmern unserer Arbeit“ und sei fassungslos über die Entscheidung.
Kritik und Sorge um das Nachtleben
Darüber hinaus äußert der Club grundsätzliche Sorgen über die Entwicklung des Nachtlebens in Südtirol. Dieses sei ohnehin rückläufig, heißt es. Gleichzeitig investiere man weiterhin viel Zeit, Energie und Leidenschaft, um jungen Menschen einen sicheren Ort zu bieten.
„Wir wollen nicht, dass die Jugend keinen Ort mehr hat, an dem sie einfach jung sein darf“, schreiben die Betreiber. Man sehe sich in der Verantwortung, genau diesen Raum zu schaffen – einen Ort, der Sicherheit bietet.
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