von lif 09.04.2026 13:17 Uhr

Südtirols Baubranche: 2026 droht Abschwung

Die Südtiroler Bauwirtschaft blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Doch für die kommenden Monate zeichnet sich eine Abschwächung ab.

Bild: APA/dpa

Das zeigt die aktuelle Frühjahrsausgabe des WIFO-Wirtschaftsbarometers der Handelskammer Bozen. Neun von zehn Unternehmen sind mit der 2025 erzielten Rentabilität zufrieden, die Auslastung der Produktionskapazität lag bei rund 90 Prozent. Auch bei der Beschäftigung gab es Zuwächse: Der Bausektor zählte im Jahresdurchschnitt fast 18.500 Arbeitnehmer. Das ist ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das WIFO.

Im Bereich Bauinstallation und Gebäudefertigstellung blieben die Umsätze auf hohem Niveau, gestiegene Kundenpreise halfen dabei, höhere Betriebskosten aufzufangen. Im Tiefbau stützte der Nationale Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) die Nachfrage. Fast alle Unternehmen verzeichneten eine zumindest zufriedenstellende, in über einem Drittel der Fälle sogar gute Ertragslage. Auch im Hochbau lag die Kapazitätsauslastung bei über 90 Prozent, Umsatz und Investitionen wuchsen, und bei 44 Prozent der Unternehmen war die Rentabilität wirklich gut.

Wolken am Horizont

Für 2026 dämpfen zwei Faktoren die Erwartungen: das Auslaufen des PNRR und mögliche Verzögerungen bei Bauinvestitionen infolge der Krise im Nahen Osten. Ein weiteres Umsatzwachstum wird daher nicht erwartet. Die Ertragslage soll aber zumindest zufriedenstellend bleiben.

Handelskammerpräsident Michl Ebner betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung öffentlicher Aufträge: „Es muss sichergestellt werden, dass auch kleinere Betriebe Zugang zu den Ausschreibungen erhalten, um das gesamte unternehmerische Gefüge unserer Wirtschaft zu schützen.“

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