Falsche Bankanrufe: So wurde ein 20.000-Euro-Betrug an Seniorenpaar verhindert

Die Opfer sind ein Ehepaar über 70 Jahre aus St. Ulrich in Gröden. Der Betrug ereignete sich Ende Oktober 2025, während sich die beiden im Urlaub im Ausland befanden.
Täuschung durch falsche Bankmitarbeiter
Die Frau wurde telefonisch von unbekannten Tätern kontaktiert, die sich als Mitarbeiter des Zahlungsdienstleisters „Nexi“ ausgaben. Sie behaupteten, es sei eine verdächtige Überweisung im Gange.
Unter dem Eindruck der angeblichen Gefahr wurden die Opfer dazu gebracht, Bankdaten und Sicherheitscodes preiszugeben. Kurz darauf stellte sich die bittere Realität heraus: Vom Konto der beiden wurden fast 20.000 Euro überwiesen.
Spur führt nach Italien
Erste Hinweise kamen von einer Freundin der Familie aus St. Ulrich in Gröden, die den Vorfall noch während der Abwesenheit der Betroffenen in der Polizeidienststelle meldete. Nach der Rückkehr des Ehepaares wurde offiziell Anzeige erstattet.
Die Ermittlungen der Beamten der Station St. Ulrich in Gröden führten rasch zum Geldfluss. Die Beamten konnten das Geld auf ein Konto zurückverfolgen, das erst zwei Tage vor dem Betrug eröffnet worden war – am 27. Oktober 2025 bei einer Postfiliale in Acerra in der Provinz Napoli. Der Kontoinhaber ist ein 20-jähriger Mann aus der Region.
Geld sichergestellt und zurückgegeben
Dank der Ermittlungsarbeit und schneller rechtlicher Schritte konnten die Beamten das Geld rechtzeitig beschlagnahmen. Am 1. April wurde schließlich von der Staatsanwaltschaft beim Gericht in Bozen die Freigabe und Rückgabe des Geldes angeordnet- damit erhält das Ehepaar die gesamte Summe zurück.
Warnung an Bevölkerung
Die Beamten warnen erneut vor Telefonbetrug: Banken und Postdienste würden niemals telefonisch oder per Nachricht PINs, Zugangsdaten oder Sicherheitscodes anfordern. Verdächtige Anrufe sollten sofort beendet und über offizielle Kanäle überprüft werden.
Wer den Verdacht hat, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, solle sofort Karten sperren und Anzeige erstatten. Schnelles Handeln sei entscheidend, um Geld noch retten zu können – wie dieser Fall eindrucksvoll zeigt.






