von Alexander Wurzer 08.04.2026 13:10 Uhr

GeigerCars rechnet mit grüner Wirtschaftspolitik ab

Der Münchner US-Car-Spezialist GeigerCars denkt öffentlich über einen Standortwechsel nach – und Firmenchef Karl Geiger findet dafür ungewöhnlich deutliche Worte. In einem veröffentlichten Statement erklärt das Unternehmen, die „aktuellen Entwicklungen der Münchner Stadtpolitik“ passten „nicht mehr zu dem, wofür wir stehen“.

Firmenchef Karl Geiger posiert vor einer Dodge Viper (Foto: Facebook/GeigerCars)

GeigerCars betont zugleich: „Wir leben das Automobil“. Damit macht Karl Geiger klar, dass es nicht bloß um einen gewöhnlichen Immobilienwechsel geht, sondern um einen grundsätzlichen Konflikt mit einer Politik, die mit seinem Verständnis von Unternehmertum und Automobilkultur immer weniger vereinbar ist.

„Wir leben das Automobil“

Wenn ein Unternehmer offen sagt, die politische Entwicklung einer Stadt passe nicht mehr zu den eigenen Grundsätzen, dann ist das ein Alarmsignal. Karl Geiger formuliert damit eine Kritik, die weit über den eigenen Betrieb hinausweist. Denn hier spricht nicht irgendein Funktionär, sondern ein Unternehmer, der seit Jahrzehnten für eine bestimmte automobile Leidenschaft, für Technikbegeisterung und für wirtschaftliche Eigenständigkeit steht. Gerade deshalb wiegt seine Wortmeldung schwer.

Grüne Politik liebt Symbole – Unternehmer brauchen Freiheit

Besonders brisant wird der Fall durch Geigers politische Zuspitzung. In seiner Stellungnahme auf Facebook sagt er, er arbeite viel und zahle auch gerne Gewerbesteuern, aber eben „nicht für sinnlose Sachen“. Ebenso erklärt er, beim „Grün in München“ habe er mit seinen V8-Motoren „wirklich Bedenken“.

Genau darin zeigt sich das Grundproblem grüner Wirtschaftspolitik. Sie liebt Symbole, moralische Inszenierungen und öffentlichkeitswirksame Ersatzhandlungen. Bäume pflanzen, schöne Schlagworte verkünden und sich ein grünes Image geben – das alles mag gut klingen und hübsch aussehen. Aber Wohlstand entsteht nicht durch Symbolpolitik. Wohlstand entsteht durch Menschen, die Betriebe aufbauen, investieren, Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen und mit ihrer Leistung eine Stadt überhaupt erst tragen. Ein Unternehmer, der wirtschaftet, schafft am Ende mehr für das Gemeinwesen als ein Politiker, der sich mit ideologischen Prestigeprojekten selbst feiert.

Der Mittelstand spürt den Druck

Gerade für mittelständische Betriebe ist diese Entwicklung gefährlich. Unternehmen brauchen keine moralisierende Belehrung, sondern Verlässlichkeit, Planungssicherheit und politische Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Leistung respektieren. Wenn ein Unternehmer wie Karl Geiger öffentlich den Eindruck vermittelt, sein Betrieb passe politisch nicht mehr ins Klima der Stadt, dann betrifft das nicht nur einen Einzelfall. Es verweist auf ein strukturelles Problem: Grüne Wirtschaftspolitik gefährdet den Standort, wenn sie gewachsene Betriebe faktisch zu Fremdkörpern erklärt.

Wenn Ideologie über Vernunft gestellt wird

Eine Stadt lebt nicht von Verboten, Umerziehung und immer neuen Auflagen. Sie lebt von Menschen, die anpacken, Risiken eingehen und Werte schaffen. Doch genau diese Menschen werden in einem grün geprägten politischen Klima immer öfter unter Rechtfertigungsdruck gesetzt. Wer produziert, investiert und mit einem klaren Profil am Markt besteht, wird nicht mehr als Stütze des Gemeinwesens gesehen, sondern schnell als Problemfall abgestempelt, wenn das eigene Geschäftsmodell nicht in die politische Wunschwelt passt.

München riskiert mehr als nur einen Betrieb

Sollte GeigerCars München tatsächlich verlassen, wäre das nicht nur wirtschaftlich ein Verlust. Es wäre auch ein Symbol dafür, wie eine grün dominierte Stadtpolitik mit marktwirtschaftlich erfolgreichen und automobil geprägten Unternehmen umgeht. Eine Stadt, die solche Betriebe nicht mehr als Bereicherung, sondern als Problem betrachtet, beschädigt ihre eigene wirtschaftliche Substanz.

Karl Geigers Wortmeldung ist daher mehr als bloßer Ärger. Sie ist eine Warnung. Denn eine Politik, die lieber Bäume pflanzt, als Betriebe zu halten, die lieber moralisiert als ermöglicht, und die lieber Ideologie pflegt als wirtschaftliche Vernunft, darf sich am Ende nicht wundern, wenn Unternehmer Konsequenzen ziehen.

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