„Knapp 40 Prozent der Sozialhilfen für Ausländer!“

Im Jahr 2024 betrugen die Gesamtausgaben für die finanzielle Sozialhilfe in der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland insgesamt 4,9 Millionen Euro. Zuvor lagen sie 2023 bei 5,8 Millionen Euro und 2022 noch bei 7,4 Millionen Euro, teilt die STF in einer Aussendung mit. Die Ausgaben sind damit zwar rückläufig, die grundsätzliche Frage nach der gerechten Verteilung dieser Gelder bleibe jedoch bestehen. Im Jahr 2024 erhielten in der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland 1.079 italienische Staatsbürger, 536 Nicht-EU-Bürger und 96 andere EU-Bürger finanzielle Sozialhilfe. Damit entfielen 632 von insgesamt 1.711 Sozialhilfeempfängern auf Ausländer, also knapp 37 Prozent. 2023 lag dieser Anteil bei rund 39 Prozent, 2022 bei rund 40 Prozent. Der Ausländeranteil unter den Beziehern finanzieller Sozialhilfe bleibt damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Die Entwicklung der ergangenen Jahre zeigt: 2022 bezogen 1.285 italienische Staatsbürger, 734 Nicht-EU-Bürger und 123 andere EU-Bürger finanzielle Sozialhilfe. 2023 waren es 1.195 italienische Staatsbürger, 655 Nicht-EU-Bürger und 107 andere EU-Bürger. 2024 sank die Zahl auf 1.079 italienische Staatsbürger, 536 Nicht-EU-Bürger und 96 andere EU-Bürger. Zwar ist insgesamt ein Rückgang festzustellen, doch der Anteil ausländischer Empfänger bleibt hoch. Werner Thaler äußert sich dazu kritisch: „Es kann nicht sein, dass Ausländer, die nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen, einen derart überproportionalen Anteil der Sozialhilfe aus öffentlichen Kassen beanspruchen.“
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb eine Neuausrichtung der finanziellen Sozialhilfe und eine stärkere Fokussierung auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Einheimischen. „Es ist aus unserer Sicht nicht gerecht, wenn eine zahlenmäßig kleine Bevölkerungsgruppe einen so großen Anteil der Sozialhilfeleistungen erhält, während die einheimische Bevölkerung diese Mittel über Steuern und Abgaben finanziert und selbst zunehmend unter Druck gerät. Es braucht daher eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel und eine klare Prioritätensetzung zugunsten der eigenen Bevölkerung.“






